Lebensmittel: McCain schickt die Kartoffel um die Welt

Lebensmittel: McCain schickt die Kartoffel um die Welt

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Wallace McCain, Vater der McCain Tiefkühl-Pommes, im April 2010.

Die Kartoffel war nur der Anfang – heute steht sein Name für weltweit populäre Pommes aus der Gefriertruhe: Wallace McCain, Mitbegründer des kanadischen Tiefkühl-Spezialisten. Er brachte die gefrorenen Fritten auf den Markt. Am Freitag starb er im Alter von 81 Jahren.

Vor mehr als 100 Jahren hatte der kanadische Farmer Andrew McCain die Idee, Salatkartoffeln zu exportieren. Seine Söhne schafften bald darauf den Durchbruch – indem sie eine Marktlücke erkannten.

Ende der Fünfzigerjahre, als die Technologie für Tiefkühlkost massentauglich wurde, konzentrierten sich Harrison und Wallace McCain auf gefrorene Pommes – und waren damit recht allein auf dem kanadischen Markt. Es dauerte nicht lange, bis die Firma McCain in die USA, nach Großbritannien, Australien, und schließlich nach Europa exportierte.  

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Die Pommes-Revolution

Vor rund 30 Jahren kamen die McCain-Pommes nach Deutschland – und zwar als Backofen-Fritten, kalorienärmer und einfacher zuzubereiten als in der Friteuse.

Was in einer kanadischen Kleinstadt begann, wird inzwischen auf sechs Kontinenten hergestellt: Heute beschäftigt McCain weltweit mehr als 20.000 Mitarbeiter an über 50 Standorten. Nach Angaben des Unternehmens kommt jedes dritte Pommes-Stäbchen weltweit von McCain – unter anderem beliefert McCain die Fast-Food-Kette McDonald’s. Das Unternehmen macht einen Jahresumsatz von insgesamt über vier Milliarden Euro.

Nach einem Streit mit seinem Bruder Harrison zog sich der Pommes-Pionier Wallace McCain in den Neunzigerjahren aus dem Tagesgeschäft von McCain Foods Limited zurück – mit einem beträchtlichen Vermögen: Die aktuelle „Forbes“-Liste schätzt es auf 2,3 Milliarden Dollar.

Tiefkühl-Gigant fördert Kultur und Wissenschaft

"Ich mag es, Geld zu machen. Aber es zu verschenken, das liebe ich noch mehr", soll Wallace McCain gerne gesagt haben. Und er tat es auch, mit Spenden an Unviersitäten, Museen oder eine Ballettschule.

"Wallace McCain war eine Inspiration – als Vater, Geschäftsmann und als Menschenfreund. Sein unglaublicher Erfolg war immer von dem Stellenwert ausbalanciert, den Familie und Gemeinschaft für ihn hatten. Er hatte unumstößliche Werte, die ihn und alles was er tat, definierten", sagte sein Sohn Michael McCain, heute Chef von Maple Leaf Foods, das sein Vater Mitte der 90er übernommen hatte.

Mehr als ein Jahr hatte Wallace McCain gegen den Krebs gekämpft. Nach Angaben seiner Stiftung verstarb er bereits am Freitag im Alter von 81 Jahren.

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