
Derzeit würden alle Optionen geprüft, es gebe viele Möglichkeiten. Mit dem Bundeskartellamt seien dazu Vorgespräche geführt worden. Nach Informationen des Branchen-Fachblattes „Lebensmittel Zeitung“ liefern sich die beiden größten deutschen Lebensmittelhändler Edeka und Rewe bereits einen Bieterwettstreit um das Deutschland-Geschäft von Plus. Beide Händler könnten mit einer Mehrheitsübernahme ihre jeweilige Discount-Tochter Penny beziehungsweise Netto deutlich näher an die Marktführer Aldi und Lidl heranführen. Das Fachblatt berichtete unter Berufung auf dem Unternehmen nahe stehende Kreise, die Verhandlungen seien bereits weit gediehen. Die Absicht der Inhaberfamilie Haub sei es, die unternehmerische Verantwortung abzugeben. Doch wolle die Familie nach derzeitigem Stand eine qualifizierte Minderheit behalten. Kaiser's steht nicht zum Verkauf Nach Informationen der Zeitung wird über das Plus-Auslandsgeschäft getrennt verhandelt. Hier gebe es neben der Rewe eine ganze Reihe weiterer Interessenten. Edeka verhandle darüber nicht. Das Supermarktgeschäft von Kaiser's Tengelmann stehe dagegen derzeit offenbar nicht zum Verkauf, berichtete die „Lebensmittel Zeitung“. Dies liege möglicherweise daran, dass Firmen-Patriarch Erivan Haub einen Verkauf aus emotionalen Gründen ablehne. Tengelmann ist in Europa mit dem Discounter Plus, den Obi-Baumärkten, der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann und dem Textildiscounter KiK aktiv sowie in den USA mit den A&P-Märkten und erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 25,7 Milliarden Euro. Der Discounter Plus ist mit einem Umsatz von 9,3 Milliarden Euro die größte Tochter von Tengelmann und die Nummer Drei der Discounter nach Aldi und Lidl. Plus hat 4.064 Filialen. Vom Gesamtumsatz entfielen 6,7 Milliarden Euro auf die Geschäfte in Deutschland, 2,6 Milliarden Euro auf die Märkte im Ausland.













