Alain Caparros war bester Stimmung. „2009 werden wir mit einem Umsatzplus von zehn Prozent abschließen“, verkündete der Vorstandschef des Kölner Handelskonzerns Rewe noch Anfang Juni. Auf eine Sparte muss Caparros bei seinen ehrgeizigen Wachstumszielen aber wohl verzichten: Die Rewe-Großmarktkette Fegro/Selgros mit rund 5000 Beschäftigten in Deutschland plane ab August die Einführung von Kurzarbeit, heißt es im Unternehmensumfeld. Für einen Zeitraum von bis zu eineinhalb Jahren soll das Arbeitspensum in einem Teil der 43 Märkte reduziert werden, berichten Insider. Es gebe „Überlegungen“ zur Einführung von Kurzarbeit, sagt ein Rewe-Sprecher, will sich zu Details aber nicht äußern.
Derzeit leiden fast alle Großmarktbetreiber unter der Zurückhaltung ihrer gewerbetreibenden Kunden. Vor allem Gastronomen kaufen in der Wirtschaftsflaute weniger ein.
Auch beim Marktführer Metro gab es schon Pläne zur Einführung von Kurzarbeit, diese seien jedoch von der Konzernspitze gestoppt worden, heißt es intern.























