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Unternehmen: Lieber feuern als im Kleinen sparen?

von Blog Quelle: Handelsblatt Online

Da macht sich die "Stuttgarter Nachrichten" lustig über Sparmaßnahmen an Sachkosten. Statt sich erfreut zu zeigen, dass man auch woanders als am Personal zuerst sparen kann und nur stupide Leute aus dem Unternehmen drängt.

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Zum Beispiel ziehen die Schwaben - ausgerechnet - die Beratung Towers Perrin durch den Kakao, weil diese einem Unternehmen wohl geraten hatte, Heizkosten zu sparen durchs Senken der Raumtemperatur http://stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/1954469_0_2147_wirtschaftskrise-kuriose-sparmassnahmen.html. In sicherer Erwartung, dass keiner zu einer Jacke greift, sondern die Mitarbeiter gleich erkranken würden. Was ich bezweifle, überhitzte Räume können auch kaum gesund sein.

Und weiter im Text: Dass es bei Daimler für die Manager in den Cheftoiletten nicht mehr täglich frische Handtücher gibt. Wetten dass die Manager-Ehefrauen zuhause auch nicht tagtäglich frische Handtücher aufhängen? Soviel Einsatz für das körperliche Wohl der Herren in der Top-Etage ist selten zu lesen. Oder: Hängen Hotels im Bad Schilder auf, die Gäste sollten nur das wirklich zu wechselnde Handtuch fürs Zimmermädchen auf den Boden werfen, werden sie von Redakteuren üblicherweise hoch gelobt wegen Öko oder Nachhaltigkeit und überhaupt.

Und weiter mokieren sich die Journalisten aus dem Schwäbischen über Streichungen von Massagen auf Firmenkosten und Umsteigen auf Billig-Toilettenpapier: Dabei, auch wer keine Freimassagen mehr oder drei- statt vierlagiges Toilettenpapier bekommt, der nimmt das sicher gerne hin, wenn er oder Kollegen dafür ihren Job behalten können. Dass das Sparen in der Summe eben doch was bringt und vor allem auch kein Drama ist, kann jeder Existenzgründer bestätigen - der die Mittel gar nicht erst hat.

Bei meinen ersten Studentenjobs hielt ich den Big Boss irrtümlich für den Hausmeister - weil er immer das Licht in den Toilettenräumen eigenhändig ausmachte. Auch bei den Damen, jedenfalls im Vorraum. Dabei hatte der Mann recht und er setzte auch niemanden ins Dunkle. Das sind die Ecken an denen Sparen einfach nicht weh tut. Und wie gesagt, wenn es Jobs rettet…

Es gibt übrigens Studien, die die Deutschen im Europavergleich angeprangern, weil sie als erstes die Mitarbeiter entlassen, statt kreativ zu sparen oder sich aufs Umsatz-Ausweiten zu konzentrieren. Doch kaum verlagern sich die Unternehmen auf andere Maßnahmen, ist es auch wieder nicht recht - ausgerechnet den Schwaben.

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