Warum investieren Sie ausgerechnet in Comedy?
Im Konsumentengeschäft ist es entscheidend, möglichst viele Kunden zu geringen Akquisitionskosten zu bekommen. Lustige Inhalte werden im Internet am meisten an Freunde weitergeleitet. Die Distribution ist also viel einfacher. Das war zumindest meine Überlegung hinter dem Investmentidee, mal sehen ob es stimmt.
In der vergangenen Krise entstanden viele Internet-Unternehmen. In welchen Bereichen könnte das diesmal passieren?
Soziale Spiele wachsen massiv, es wird neue Werbenetzwerke geben und Dienstleistungen für das mobile Internet. Außerdem ist Twitter nur der erste Anbieter seiner Art, es wird viele solcher Kurznachrichtendienste geben.
Und wie soll man damit Geld verdienen?
Kommunikation zu monetarisieren war schon immer schwer. Yahoo und Google haben Schwierigkeiten mit ihren E-Mail-Diensten und es ist eine Herausforderung für Facebook und Twitter. Doch ich weiß, dass die Twitter-Jungs einige gute Ideen haben.
In welche Richtung gehen die?
Mit Twitternachrichten sagen die Nutzer in Echtzeit wo sie sind und was sie gerade machen. Wenn man darauf reagieren kann, ergeben sich interessante Geschäftsmöglichkeiten.
Sie haben selbst in Facebook investiert. Fürchten Sie nicht, dass deren Erfolg LinkedIn schaden könnte?
Nein, da habe ich kaum Bedenken. Die Nutzung ist sehr unterschiedlich. Ich vergleiche immer MySpace mit einer Bar, Facebook mit einem Barbecue und LinkedIn mit dem Büro.
Doch worum ich Facebook beneide, sind die Status-Updates. Ich versuche gerade herauszufinden, wie man daraus eine Geschäftsversion macht.
Diese Status-Updates sind wie Twitter-Nachrichten. Wäre es nicht besser, Twitter direkt zu integrieren, statt die Nutzer noch mal eintippen zu lassen, was sie gerade machen?
Viele twittern triviale Dinge, dass sie gerade Kaffee holen beispielsweise, doch dass wollen wir bei LinkedIn nicht. Eine Integration von Twitter wäre eine gute Idee, wir versuchen aber herauszufinden, wie man das mit einem geschäftlichen Kontext schafft.
Wenn sie Status-Updates einführen, können Sie die Nutzer auch nicht davon abhalten, dass sie dort über ihren Morgenkaffee kommunizieren.
Ich will sie auch nicht abhalten, aber wir wollen LinkedIn auf geschäftliche Dinge fokussiert halten.
Wann soll es die Status-Funktion geben?
Vielleicht die erste Version schon im April.














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Alle Kommentare lesen30.01.2010, 11:51 UhrAnonymer Benutzer: Stephan Koß
Genau wie der Kommentator oben schreibt: Eine offene Architektur ist in Zukunft wichtig, 30 proprietäre Nordkoreas benötigt keiner. Hierzu:
http://linkedinsiders.wordpress.com/2010/01/28/ergonomieweb20/
Und der börsenkurs gibt die Entwicklung gerade wieder: im Vergleich zu dem, was lars Hinrichs bei burda erzielt hat (herzlichen Glückwunsch zu diesem Deal) hat sich der Kurs der XNG888 in drei Monaten fast halbiert.
Liebe Grüße
Stephan Koß
04.02.2009, 12:46 UhrAnonymer Benutzer: Enni
Wer braucht eigentlich noch 30 Portale? Unnötig wie ein Kropf...