Logistik: Die französische Staatsbahn greift an

Logistik: Die französische Staatsbahn greift an

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Die französische SNCF will sich zu einem globalen Logistikkonzern mausern

von Gerhard Bläske

Trotz massiver Verluste will sich die französische Staatsbahn SNCF zu einem globalen Logistikkonzern mausern. Die Deutsche Bahn fühlt sich benachteiligt und will in Brüssel klagen.

Die Wirtschaftskrise bremst in diesem Jahr sogar die schnellen TGV-Züge, bisher die Gewinnbringer der französischen Staatsbahn SNCF. Sie wird in diesem Jahr einen hohen Verlust einfahren. Dennoch bläst Bahnchef Guillaume Pépy zum Angriff.

Er will das Unternehmen zu einem "weltweiten Logistik-Champion à la DB Schenker, DHL oder Kühne + Nagel machen" und kündigte weitere Käufe in diesem Sektor an. Mit der Schweizer Bundesbahn SBB spricht SNCF bereits über eine Partnerschaft im Güterverkehr. 2008 erreichte Pépy in der Sparte einen Umsatz von mehr als acht Milliarden Euro, 2009 muss er allerdings einen Rückgang von 20 bis 30 Prozent hinnehmen.

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Zudem fährt er dieses Jahr in dem Bereich einen Verlust von 600 Millionen Euro ein. Doch für die Expansion nimmt Pépy in Kauf, dass die Verschuldung der SNCF bis 2012 auf zehn Milliarden Euro steigt – 2007 waren es 4,5 Milliarden Euro.

Im Heimatmarkt droht dem SNCF-Chef kaum Gefahr. Die von der Deutsche-Bahn-Tochter Euro Cargo Rail angeführte private Konkurrenz im Güterverkehr kommt in Frankreich nur auf einen Marktanteil von etwa zwölf Prozent. In einem Brief an die französischen Kartellbehörden klagt die Deutsche Bahn über eine "strukturelle Diskriminierung" und schließt eine Klage in Brüssel nicht aus.

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