Logistik: HHLA kürzt wegen Wirtschaftskrise Investitionen

Logistik: HHLA kürzt wegen Wirtschaftskrise Investitionen

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Container auf dem HHLA-Terminal Burchardkai im Hamburger Hafen

Der Vorstandschef des Hamburger Hafenbetreibers HHLA, Klaus-Dieter Peters, stellt die Investitionspläne für 2009 infrage. Der Manager des MDax-Konzerns warnt vor einer "Delle im Wachstum des Welthandels".

Peters sieht eine "schwierige Phase" auf den Hamburger Hafenbetreiber zukommen. Dass der Konzern 2009 wie geplant 375 Millionen Euro investieren wird, wollte der Konzernchef angesichts der Konjunkturschwäche nicht bestätigen. "Ich setze nicht auf eine schnelle Erholung, sondern vor allem auf unsere Flexibilität", sagte Peters der WirtschaftsWoche. Bereits im laufenden Jahr hatte die HHLA ihre Investitionen von geplanten 380 auf 300 Millionen Euro reduziert. Peters deutete an, Investitionen von 2009 auf später zu verschieben. "Unser ehrgeiziges Ausbauprogramm hat eine hohe Skalierbarkeit: Wir können auf niedrigere Wachstumsraten reagieren. Unsere langfristigen Investitionen laufen dabei weiter. Beim kurzfristigen Kapazitätsausbau können wir Tempo herausnehmen", sagte er. Dies sei möglich, da die HHLA nicht auf der grünen Wiese baue, sondern bestehende Container-Terminals erweitere. "Bei uns steht kein halbfertiger Terminal, der nur Kosten verursacht, wenn wir den Ausbau bremsen", so Peters.

Der im MDax notierte Hamburger Hafenbetreiber HHLA berichtet am Freitagmorgen von einem wachsenden Gewinn in den ersten neun Monaten und hält trotz der schwächer werdenden Konjunktur an seiner Jahresprognose für 2008 fest. Dagegen sei es noch zu früh, um eine belastbare Prognose für das Jahr 2009 abzugeben. "Ich gehe aber von einer deutlichen Abschwächung des Wachstums beim Containerumschlag aus, jedoch nicht von einem Weltuntergang", sagte Peters. Peters kritisierte die zusätzlichen Infrastrukturausgaben von zwei Milliarden Euro bis 2010 im Konjunkturprogramm der Bundesregierung als zu gering. "Ich appelliere an die Verantwortlichen, jetzt mehr in das Schienennetz und die weitere Infrastruktur zu investieren", sagte Peters. "Die bisherigen Pläne sind nicht ausreichend. Ein zweistelliger Milliardenbetrag ist nötig, um die Häfen in den kommenden Jahren an das Hinterland anzubinden. Jetzt haben wir die Chance, durch ein größeres Konjunkturprogramm die Kluft zwischen Bedarf und Investitionen zu verringern. Jede Milliarde, die hier investiert wird, ist sinnvoll angelegt." Damit wandte sich Peters gegen die Darstellung des Bundesfinanzministeriums. Dort hatte es geheißen, dass mehr als die geplanten zwei Milliarden Euro kurzfristig nicht sinnvoll zu investieren seien.

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