Louis Vuitton: Louis-Vuitton-Präsident Yves Carcelle: "Der Luxus meiner Jugend war das Reisen"

Louis Vuitton: Louis-Vuitton-Präsident Yves Carcelle: "Der Luxus meiner Jugend war das Reisen"

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Eine Passantin läuft an einem Louis Vuitton-Geschäft in New York City vorbei.

Louis-Vuitton-Präsident Yves Carcelle schätzt auch heute noch als Chef des weltweit wichtigsten Luxus-Güter-Konzerns immateriellen Luxus höher ein als Besitz. „Ich bin überzeugt, dass Luxus nicht allein aus den Objekten besteht, die wir anhäufen. Der viel größere Luxus sind die Emotionen, die wir sammeln: Augenblicke der Schönheit, überhaupt alles Sinnliche.

In seiner Jugend sei das Reisen sein größter Luxus gewesen. „Als Student hat man in der Regel wenig Geld.

Oft weiß man auch noch nicht so genau, was man will und wie das eigene Leben verlaufen wird. Also besitzt man weniger Gegenstände und viele Träume. Sie waren auch der Luxus meiner Jugend, außerdem das Reisen. Ich begann sehr früh damit, stets bepackt mit einem großen Rucksack. Oft bin ich getrampt.“ Seine erste Fernreise führte Carcelle nach Afrika. „1967 war ich, damals 19, einen Monat in Kamerun. Im Jahr danach zwei Monate im Indischen Ozean. Ich bereiste die Komoren, Madagaskar und Mauritius. Die Welt und ihre Kulturen zu entdecken, das war mein früher Luxus – und ist es bis heute geblieben.“

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Im Reisen und dem Entdecken fremder Menschen, ihrer „Traditionen und Rituale, ihrer Freuden und Schmerzen“ sieht Carcelle auch die Basis für den Erfolg von Louis Vuitton. „Nichts anderes tun wir bei Louis Vuitton. Wir heißen andere Kulturen in unserer Familie willkommen. Sie zu verstehen, bedeutet ja auch, besser verhandeln und wirtschaftlicher agieren zu können.“

Darin liege auch die Basis für die Kreativität des Unternehmens. Carcelle beschreibt, wie ihm durch die Begegnung mit dem früheren südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandeladie Idee für einen Armreif kam. „Das ist Nelson Mandelas einstige Gefängnisnummer – 46664. Ich hatte das Privileg, ihn persönlich kennen zu lernen. Zu seinem 90. Geburtstag gab er ein Wohltätigkeitsessen, bei dem er allen Gästen diesen Armreif schenkte, den ich seitdem nicht mehr abgelegt habe. Louis Vuitton hat dann in einer Limited Edition 466 dieser Armreife in Gold auf den Markt gebracht, deren Erlös der Fondation zugute kommt.“ Das sei ein Beispiel für die globale Kreativität im 21. Jahrhundert. „Man kann auf allen Ebenen kreativ sein, auch auf der humanen. Kreativität ist von Natur aus optimistisch.“

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