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Luftfahrt: Air Berlin will Langstreckenflüge aufpeppen

von Rüdiger Kiani-Kreß

Der Air-Berlin-Chef will den Service der Fluglinie verbessern. Das verlangen seine neuen Partner.

Der Vorstandsvorsitzende von Quelle: AP
Der Vorstandsvorsitzende von Air Berlin, Joachim Hunold Quelle: AP

Air-Berlin-Chef Joachim Hunold weiß, dass erwachsen zu werden Pflichten mit sich bringt. Weil er Deutschlands zweitgrößte Fluglinie vom Billigflieger zum Konkurrenten alter etablierter Airlines wie der Lufthansa umbaut, muss Hunold nun vor allem seine Langstreckenjets aufpeppen. „Wir arbeiten an einem neuen Konzept“, sagt ein Konzernsprecher.

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Ziel ist, ein breiteres Unterhaltungsangebot mit mehr Filmen sowie in der betagten Businessclass mehr Sitzkomfort zu schaffen. Bereits in den letzten Wochen hat die Linie Multimedia-spieler getestet, bei denen Passagiere das Programm selbst starten, anhalten und weitersehen können. Bisher müssen sich Reisende der Economy Class mit den wenigen großen Bildschirmen an der Kabinendecke begnügen. Business-Gäste haben zwar eigene kleine Bildschirme, doch nur drei Programme mit festen Startzeiten.

Darüber hinaus bereitet eine Arbeitsgruppe eine Neugestaltung der Kabine vor, bei der die alten Ruhesitze echten Komfortschlafsesseln weichen sollen. Ähnliche Pläne mit komplett flachen Betten hatte die Linie schon 2007 präsentiert. Der Umbau war Hunold aufgrund der Branchenkrise Anfang 2008 zu teuer.

Die alten Ideen entmottet Hunold nicht ganz freiwillig. Um auf der Langstrecke ähnlich gut mit dem Erzrivalen Lufthansa mithalten zu können wie auf der Kurzstrecke, hat sich Air Berlin Partner gesucht. Dazu zählt die Oneworld-Allianz um British Airways, American Airlines, Qantas und Cathay Pacific, der Air Berlin 2012 beitritt. Auch wirbt Hunold um Emirates aus Dubai, der er gern Passagiere aus Berlin zuliefern will, solange die nicht in die deutsche Hauptstadt fliegt. Diese Partner aber erwarten, dass Air Berlin gemeinsamen Passagieren mehr Zerstreuung und vor allem den besonders wichtigen Geschäftsreisenden in der Businessclass flache Betten bietet.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 31.08.2010, 11:03 UhrAnonymer Benutzer: Berliner

    Schön für Sie, Analyst, dass Sie vor einer Tür der airberlin stehen dürfen. Hunold übergeschnappt?
    1992: 2 Flugzeuge, 2000: 25 Flugzeuge, 2010: 165 Flugzeuge (inklusive NiKi Lauda Österreich)

    Wären Sie an Hunold's Stelle würden wahrscheinlich 8500 Menschen um ihr Gehalt zittern!

    Machen Sie es so wie er: Gehen Sie nicht zu Pferderennen, spielen Sie Golf - das entspannt.

  • 22.08.2010, 15:09 UhrAnonymer Benutzer: pittrip

    Wenn ich den Multimediaspieler nach !! dem Urlaub mitnehmen darf gut . Ansonsten macht billig fliegen mehr Spass (auch fuer Unternehmer) .

  • 21.08.2010, 12:46 UhrAnonymer Benutzer: Analyst

    Der Hunold ist in der letzten Zeit anscheinend übergeschnappt.
    Er verkennt woher sein bisheriger Erfolg gekommen ist und setzt auf die falschen Pferde.

    Wenn der Hunold so weiter macht wie in der letzten Zeit, dann dürfte es Airberlin nicht mehr lange geben.

    Der Mehdorn soll ja auch schon als "Krisenberater" bei Airberlin sein. ich warte schon auf den ersten roten Zettel an der Tür eines Airberlin-Fliegers "Diese Tür ist leider defekt, benutzen sie bitte eine andere!" - oder so ähnlich.

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