Luftfahrt: Arabische Fluglinien trotzen der Rezession

Luftfahrt: Arabische Fluglinien trotzen der Rezession

Die arabischen Fluglinien Emirates, Etihad und Qatar Airways haben trotz der Rezession bessere Ergebnisse und schreiben teilweise sogar erstmals schwarze Zahlen.

Das bestätigten der WirtschaftsWoche die Chefs der Fluglinien. „Unsere Gruppe war im vorigen Geschäftsjahr erstmals profitabel und wir erwarten auch 2009 Gewinn“, sagte Qatar-Chef Akbar Al Baker der WirtschaftsWoche. 2010 will das auch die Fluglinie Etihad aus Abu Dhabi schaffen: „Schwarze Zahlen sind unser Ziel, wenn die Ölpreise nicht steigen und die Nachfrage anhält“, sagte Etihad-Chef James Hogan dem Wirtschaftsmagazin. Emirates, die größte Fluglinie der Region, schrieb bereits in den vergangenen Jahren Gewinne und will zur Ergebnissicherung die Kosten bis zum Jahresende um bis zu 20 Prozent kürzen.

Damit setzen sich die drei Linien deutlich vom Rest der Flugbranche ab, die mit Passgierrückgängen von zehn Prozent und Umsatzeinbrüchen von einem Fünftel kämpft. Selbst die Deutsche Lufthansa steht am Rand der roten Zahlen und hat ein neues milliardenschweres Sparprogramm angekündigt. Emirates, Etihad und Qatar Airways hingegen planen mit einem deutlichen Wachstum. „Wir werden noch zehn Jahre lang weiter zweistellig wachsen“, sagte Qatar-Chef Akbar Al Baker der WirtschaftsWoche. Emirates, Etihad und Qatar Airways haben mehr als 140 Langstreckenflugzeuge bestellt und wollen keines stornieren. Nach Informationen der WirtschaftsWoche ist diese Orderliste länger als die aller Gesellschaften Europas zusammen. Parallel erweitern die Heimatländer der Golf-Linien die Flughäfen. Laut WirtschaftsWoche erwarten die Golf-Airports 2015 insgesamt 220 Millionen Kunden.

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Damit werden Emirates, Etihad und Qatar Airways immer mehr zu einer bedrohlichen Konkurrenz von Lufthansa und anderen etablierten Fluggesellschaften. Die Offensive vom Golf trifft das Gros der etablierten Konkurrenten in Europa, Asien und Nordamerika stärker als zuvor der Angriff der Billigflieger. Die Billigflieger schadeten durch ihre Schnäppchentickets nur dem ohnehin oft defizitären Regionalverkehr. Emirates, Etihad und Qatar greifen dagegen auf der Langstrecke an, dem Kerngeschäft – mit Kampfpreisen und zugleich besserem Service. Das können sich Emirates, Etihad und Qatar Airways laut WirtschaftsWoche durch ihre niedrigeren Kosten leisten. Laut einer Studie der Unternehmensberatung Beratung Arthur D. Little haben die Linien vom Golf im Durchschnitt rund 30 Prozent niedrigere Kosten als die europäischen Marktführer.

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