Dennoch bleiben die Gespräche aufgrund der Kulturunterschiede mühsam. Die Vorgesetzten aus dem Westen sprechen langsam und ein Simpel-Englisch und wiederholen jeden Satz noch ein-, zweimal. „Aber wer sichergehen will, erklärt besser auf Chinesisch“, sagt ein Insider. Das jedoch beherrscht kaum ein Europäer. Zwar hält Airbus die entsandten Techniker an, Chinesisch zu lernen, und zahlt ihnen Sprachkurse. „Aber es ist sehr, sehr mühsam“, sagt Offermann, „bei den meisten geht es über Taxi-Chinesisch nicht hinaus.“
Ob sich der Aufwand wirtschaftlich lohnt, ist, obwohl China einen Großteil der Kosten trägt, noch längst nicht heraus. Bis heute sei der Aufwand für die Montage eines Flugzeugs in Tianjin immer noch erheblich höher als in Europa, sagt Charles. Etwa drei Wochen dauert es, einen A320 in China zu bauen. In Europa sind es fünf bis sechs Tage.
Prinzip Hoffnung
Um Kosten zu drücken, will der Franzose in den kommenden Jahren vor allem die Zahl der nach China Entsandten, der sogenannten Expatriates, reduzieren – „und zwar drastisch“, wie er betont. Darüber hinaus hofft er, dass in dem „Maße, wie die Lernkurve ansteigt, wir die Zeit für den Bau eines Fliegers verkürzen können“. Im Jahr 2011, wenn das Werk auf seine geplante Kapazität von vier Jets pro Monat hochgefahren wird, soll es in Tianjin nicht länger als in Hamburg dauern, einen A320 zu bauen.
Es ist das Prinzip Hoffnung, das Airbus in China antreibt. „Es fehlt an Eigenverantwortung“, sagt Montageaufseher Offermann, der vor einem Jahr nach Tianjin einflog. „Unsere Leute müssen ständig von Station zu Station gehen, weil die Chinesen jeden Schritt gezeigt bekommen wollen.“
Sollte das Werk aber tatsächlich wie geplant ab 2011 richtig laufen, hält Airbus in Tianjin einen Trumpf in der Hand. Der Konzern leidet darunter, dass er seine Flugzeuge in Europa baut, aber vielfach in Länder verkauft, die mit dem schwachen US-Dollar bezahlen. Tianjin aber produziert in US-Dollar, was den Nachteil des schlechten Wechselkurses mindert – zugleich aber den Druck auf europäische Standorte erhöht. Damit erhält Airbus mit Tianjin ein Druckmittel, um der öffentlichen Hand oder der Belegschaft in Europa Zugeständnisse abzuringen. Auch deshalb ist Tanjin-Statthalter Charles überzeugt: „Es war damals eine strategische Entscheidung, nach China zu gehen, und sie ist immer noch richtig.“














- als Spam melden
- antworten
- als Spam melden
- antworten
- als Spam melden
- antworten
Alle Kommentare lesen27.06.2009, 16:43 UhrAnonymer Benutzer: Love World, fuck Nazis!
!
27.06.2009, 11:34 UhrAnonymer Benutzer: Hannibal
@Türkenfreunde
Es macht einen Unterschied, ob ein Angestellter einer Firma als Experte nach z.b. China geschickt wird. Oder ein Wirtschaftflüchtling/Glücksritter aus seiner Heimat in ein anderes Land flüchte um dort Arbeit und bessere Lebensbedingungen zu finden. Letzterer wird beides nicht finden können, wenn er sich nicht anpassen will. Und Letzterer wird sich und seine Landsmänner im Gastland aus diesem Grund auch unbeliebt machen. Wer unbedingt türkisch sprechen will kann dies tun, z.b. in der Türkei!
27.06.2009, 11:26 UhrAnonymer Benutzer: Hannibal
@ auch @RRR
....Germanen = Hunnen, heisst auf Romisch:
Gross und dumm........
Diese Vorurteile gehen auch umgekehrt, z.b.:
italiener =Mafia, also:
klein, dumm genug um sich gegen die damals zahlenmäßig deutlich unterlegenen dummen Germanen nicht erwehren zu können und darum das römische Reich zu verlieren und kriminell!