Luftfahrt: Lufthansa könnte auf Austrian Airlines angewiesen sein

Luftfahrt: Lufthansa könnte auf Austrian Airlines angewiesen sein

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Lufthansa-Chef Wolfgang Marhuber

Wenn die Kooperation mit der russischen AirUnion scheitert, ist der Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber mehr denn je auf die österreichische AUA angewiesen.

Das Russland-Geschäft reibt Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber auf. Zunächst verboten russische Behörden im vergangenen Jahr der Lufthansa-Tochter Lufthansa Cargo zeitweise, über Russland zu fliegen. Dann froren russische Steuerbeamte Konten der Fluggesellschaft ein – bis die Lufthansa versprach, ihre Frachtflugzeuge auf dem Weg nach Asien nicht nur in Kasachstan zwischenlanden zu lassen, sondern einige auch auf dem russischen Flughafen Krasnojarsk aufzutanken. Und vor wenigen Wochen erst zog die Passagiersparte vom Moskauer Chaos-Flughafen Scheremetjewo nach Domodedowo um. Dort landen auch die Flugzeuge der russischen Flugallianz AirUnion, mit der die Lufthansa eine Kooperation plant. Doch jetzt droht AirUnion das Aus. Russlands Regierung ist offenbar nicht bereit, die offenen Rechnungen der AirUnion in Höhe von mehr als einer Milliarde Dollar zu begleichen.

Das verstärkt den Druck auf die Lufthansa, bei Austrian Airlines (AUA) einzusteigen, wo ein Staatsanteil von knapp 43 Prozent zum Verkauf steht. Die Österreicher sind im Osteuropa-Geschäft besonders stark. Um den AUA-Anteil pokern allerdings auch Air France-KLM, Turkish Airlines, Air China und die russische S7. Sie könnten eher als die Lufthansa geneigt sein, Österreichs Forderung zu erfüllen und Wien als Drehkreuz für Osteuropa beizubehalten. Hinzu kommt, dass sich Russlands Marktführer Aeroflot dem „Sky Team“ angeschlossen hat, dem auch Air France-KLM angehört. Derzeit sichert sich Mayrhuber im Westen ab. Der Lufthansa-Chef verhandelt über einen Einstieg bei Brussels Airlines.

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