Luftfahrtkonzern: Airbus weist Bericht über Enders-Abschied zurück

Luftfahrtkonzern: Airbus weist Bericht über Enders-Abschied zurück

, aktualisiert 13. Dezember 2017, 09:43 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Airbus-Chef Tom Enders soll laut einem Zeitungsbericht keine Verlängerung seines im April 2019 auslaufenden Vertrags anstreben. Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern bezeichnet das aber als „reine Spekulation“.

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Der Deutsche Tom Enders steht seit 2012 an der Spitze des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns.

ToulouseDer europäische Luftfahrtkonzern Airbus hat einen Medienbericht, dass Konzernchef Tom Enders seinen Job 2019 abgeben wolle, als „reine Spekulation“ bezeichnet. „Es ist keine Entscheidung getroffen worden, und was wir heute in der französischen Presse sehen, ist reine Spekulation“, teilte ein Airbus-Sprecher am Dienstagabend mit.

Die Zeitung „Le Figaro“ hatte zuvor berichtet, Enders wolle sich nicht für eine neue Amtszeit nach Ablauf seines derzeitigen Vertrags bewerben, der im Jahr 2019 endet. Das Blatt berief sich auf eine „gute Quelle“, die mit der Aussage zitiert wird, Enders habe kürzlich den Pariser Élyséepalast entsprechend informiert.

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Der Deutsche Tom Enders steht seit 2012 an der Spitze des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns, der damals noch EADS hieß. Airbus wird derzeit von Korruptionsermittlungen in Großbritannien und Frankreich erschüttert.

Nach Airbus-Angaben sagte Enders vergangene Woche bei einer Sitzung mit europäischen Betriebsräten in Toulouse: „Die Entscheidung über meine Zukunft als CEO von Airbus wird nicht von der französischen Presse oder der französischen Regierung oder irgendeiner Regierung getroffen.“ Die Entscheidung werde entweder vom Verwaltungsrat oder von ihm getroffen - und idealerweise im Konsens. „Mein derzeitiges Mandat läuft bis April 2019 und das ist der Zeitrahmen, in dem ich arbeite.“

In einem Interview des Handelsblatts hatte Enders vor dem Hintergrund der Unruhe wegen der Korruptionsvorwürfe im Oktober gesagt, er klebe nicht an seinem Job. „Verlassen Sie sich darauf: Wenn ich nicht mehr Teil der Lösung bin, dann hoffe ich, dass ich das selbst erkenne und von mir aus die Konsequenzen ziehe - aber noch sehe ich den Punkt weiß Gott nicht.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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