Lufthansa/AUA: Kroes lässt Mayrhuber abblitzen

Lufthansa/AUA: Kroes lässt Mayrhuber abblitzen

Bild vergrößern

Übernahme gescheitert? Noch konnten sich Lufthansa und Austrian Airlines nicht einigen

Im Streit um die Übernahme der angeschlagenen Austrian Airlines (AUA) durch die Deutsche Lufthansa verhärten sich die Fronten. Ein kurzfristig zustandegekommenes Spitzentreffen zwischen Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber und EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes gestern Abend im Hauptquartier der EU-Kommission in Brüssel endete ergebnislos.

In dem fünfzeiligen Statement der Brüsseler Behörde, die der geplanten AUA-Übernahme zustimmen muss, heißt es nach dem zunächst geheimgehaltenen tete-à-tete lapidar, dass "die Diskussionen zwischen der Kommission und Lufthansa weitergehen". Die von Mayrhuber erneut dargelegten Argumente, dass auch nach einem Zusammenschluss, der Wettbwerb bei den Flugverbindungen zwischen Deutschland und Österreich nicht behindert werde, akzeptiert Brüssel nicht.

Sie verlangt von der Lufthansa, über die bereits von der Kranich-Airline angebotenen Reduktion von Flugverbindungen zwischen Wien und Genf, vor allem auf der Filetstrecke von Frankfurt nach Wien eine weitere Rücknahme von Slots zugunsten von Mitbewerbern. Dazu ist Deutschlands größte Airline, die an den deutschen Airports Düsseldorf und München bereits kräftig Federn lassen musste in jüngster Zeit, zugunsten ihrer Konkurrenz allerdings nicht bereit. Der Versuch der Lufthansa, vorhandene Bahnstrecken auf den Destinationen als Ausgleich anrechnen zu lasse, stößt bei der EU-Kommission ebensowenig auf Gegenliebe.

Anzeige

Diskrepanzen sind schwer zu überbrücken

Die EU-Kommission hatte zuvor gestern klar gemacht, dass sie weiter auf Klarstellungen der Lufthansa warte, nachdem die deutsche Airline in der Woche zuvor ihr Angebot um Streckenkürzungen nachgebessert hatte. Eine formelle Entscheidung der EU-Kommission zur Genehmigung des Deals steht diese Woche aber nicht mehr auf der Tagesordnung.

Laut Kroes' Sprecher Jonathan Todd ist ein formeller Beschluss der EU-Kommission morgen in der letzten Sitzung vor der Sommerpause der EU-Kommission "aus Zeitgründen ganz unmöglich". Bereits in der Vorwoche hatte Todd erklärt, dass es eines "Wunders bedürfe", um die Diskrepanzen zwischen der Lufthansa und der EU-Wettbewerbshörde noch in der kurzen Zeit zu überbrücken. Die EU-Kommission sei allerdings bereit - wenn nötig - auch am heutigen belgischen Nationalfereitag "weiter an einer Lösung zu arbeiten".

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%