Lufthansa: Erstmal kein neuer Aua-Chef

Lufthansa: Erstmal kein neuer Aua-Chef

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Christoph Franz, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa

von Rüdiger Kiani-Kreß

Lufthansa-Konzernchef Christoph Franz sieht vorläufig keine Notwendigkeit, bei der angeschlagenen Österreich-Tochter Austrian Airlines einen neuen Vorstandsvorsitzenden zu ernennen.

Bei der Österreich-Tochter der Lufthansa gibt es vorläufig doch keinen Chefwechsel. "Wir haben da derzeit keinen Druck etwas zu ändern", erklärte Lufthansa-Konzernchef Christoph Franz am Rande eines Branchentreffens in Singapur.

Das ist ein deutlicher Kurswechsel. Denn noch vor kurzem erklärte die Fluglinie, unbedingt einen neuen Vorstandschef als Sanierer zu Austrian Airlines (AUA) nach Wien zu schicken und den beiden bisherigen Vorständen Andreas Bierwirth und Peter Malanik vor die Nase zu setzen. Jetzt erklärte Franz, die bisherige Führung und der, so Franz „sehr aktive“ für Tochtergesellschaften zuständige Konzernvorstand Stefan Lauer könnten die Arbeit erstmal alleine schaffen.

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Franz’ Umdenken ist nach Ansicht von Konzernmitarbeitern nicht ganz freiwillig. "die finden offenbar keinen, der sowohl geeignet ist und den Job auch machen will", sagt ein Lufthanseat.

Erster Patzer des neuen Vorstands

Ursprünglich wollte Franz den Posten bereits zum ersten April besetzen. Dabei sollten mit Thierry Antinori einer der Vorstände des Fluggeschäfts der Marke Lufthansa als Sanierer nach Wien schicken. 

Doch der Chefwechsel wurde zu Franz erstem kleinen Patzer. Denn Antinori kündigte ein paar Tage bevor er den neuen Job antrat. Der Grund war angeblich, dass Antinori seine Macht als Vorstandschef beschnitten fühlte und deutlich strengere Vorgaben für das Erreichen der Sanierungsziele bekam. So sollte Austrian Airlines bereits das laufende Geschäftsjahr zumindest mit einem operativen Gewinn abschließen.

Dies ist jedoch offenbar kaum zu erfüllen. Zwar zeigte sich Franz zufrieden mit den Erfolgen der bisherigen Sanierung. Aber die Umstände haben sich seit Jahresbeginn deutlich verschlechtert. Zum einen tritt der höhere Ölpreis die AUA stärker als den Konzern insgesamt. "Die Linie ist noch nicht vollständig Teil unseres Sicherungssystems", erklärte Franz. Zum anderen leidet die Linie stärker unter der Krise des japanischen Marktes nach der Atomkatastrophe von Fukushima. "Das trifft die AUA überproportional", sagte Franz. Trotzdem sieht Franz keinen Anlass die Vorgaben für AUA zu ändern. "Wir können keine Verluste akzeptieren, auch wenn es dafür eine gute Entschuldigung gibt."

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