Machtkampf : Porsche vs. Volkswagen: Antworten auf zehn Kernfragen - Seite 2

Machtkampf : Porsche vs. Volkswagen: Antworten auf zehn Kernfragen

« 2 / 5 »

3. Warum will Piëch Porsche unter das VW-Dach bringen?

Ferdinand Piëch: Porsche soll Quelle: REUTERS
Ferdinand Piëch: Porsche soll die zehnte Marke im VW Konzern werden, MAN die elfte Quelle: REUTERS

Ferdinand Piëch, Aufsichtsratsvorsitzender von Volkswagen, Autonarr und einer der mächtigsten Porsche-Erben, hat eine Vision: ein Autokonzern, der vom Zweirad bis zum 40-Tonner alles anbietet, was auf der Straße rollt. Neun Marken hat der 72-Jährige zu diesem Zweck bereits unter dem VW-Dach versammelt, Porsche soll die zehnte und der Lkw-Bauer MAN die elfte werden. Dabei spielt auch Piëchs Eitelkeit eine Rolle. Mit dem Autoimperium, das nach seiner Vorstellung „Auto Union“ heißen soll, will er die großen Fußstapfen seines Großvaters füllen, des Auto-Pioniers und Porsche-Gründers Ferdinand Porsche.

Dazu muss Piëch jedoch am Hebel der Macht sitzen. Zurzeit besitzt Porsche 51 Prozent an VW, damit liegt die Macht formal in Stuttgart bei der Porsche-Holding, also bei Wiedeking und Piëchs Cousin, dem Porsche-Aufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Porsche. Piëch hält gut 13 Prozent an Porsche und sitzt dort ebenfalls im Aufsichtsrat. Doch das ist dem Machtmenschen nicht genug: Er will die volle Kontrolle, indem er die Porsche-Fabrik am liebsten unter dem Dach von VW hätte, wo er als Aufsichtsratschef die Fäden ziehen kann und mit VW-Chef Martin Winterkorn einen Vertrauten installiert hat. Dass Wiedeking sich bei der VW-Übernahme verzockt hat, gibt Piëch die Chance, den Spieß umzudrehen: VW soll nun Porsche kaufen. Die Notlage von Porsche, so sieht es Piëch, könne damit elegant abgewendet werden.

4. Was hat Wiedeking dagegen?

Anzeige

Für Porsche-Chef Wiedeking sind Piëchs Pläne ein Frontalangriff. Der 56-jährige Westfale kontrolliert 51 Prozent von VW und sieht sich als Chef der Porsche-Holding in Zukunft auch als Chef von VW. Die missglückte Übernahme der restlichen VW-Anteile hat die Porsche-Eigentümer zwar Milliarden gekostet. Dennoch scheint Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche Wiedeking die Treue zu halten. Noch immer hoffen beide darauf, dass mit einem neuen Investor die Schieflage bei Porsche beendet werden kann und die Kontrolle über VW in Stuttgart bleibt.

10 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 15.07.2009, 19:24 UhrBino

    Porsche kaufen - Kursziel 200 EUR.
    VW kaufen - Kursziel 2000 EUR.
    Nicht auf bewertung schauen, Hauptsache die Kurse laufen.

  • 08.07.2009, 18:05 Uhrmeincoach

    So ein langweiliger Artikel. Focus Niveau. Miserabel. Nichts neues drin. Total überflüssig. Miese Arbeit. Setzen 6

  • 07.07.2009, 06:41 Uhrbild

    interessante zusammenfassung fuer personen, die während des letzten jahres geschlafen haben. selbst die RTL generation und biLD Zeitung leser können aus diesem Artikel keine neue informationen ziehen

Alle Kommentare lesen
weitere Fotostrecken

Blogs

Wer ist Tumblr? Yahoo-Übernahmeziel in Deutschland bereits auf Rang 5
Wer ist Tumblr? Yahoo-Übernahmeziel in Deutschland bereits auf Rang 5

Das Blognetzwerk Tumblr steht exemplarisch für einen Internet-Dienst, den viele schon mal angeklickt haben dürften, ohne...

    Folgen Sie uns im Social Web

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 18.05.2013

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche

WirtschaftsWoche Shop

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.