Machtkampf : Porsche vs. Volkswagen: Antworten auf zehn Kernfragen

Machtkampf : Porsche vs. Volkswagen: Antworten auf zehn Kernfragen

Der Kampf zwischen Porsche und Volkswagen um die Macht wird immer undurchsichtiger. Die WirtschaftsWoche beantwortet die zehn Kernfragen.

1. Steht Porsche vor der Pleite?

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Fünf vor Zwölf bei Porsche: Obwohl der Absatz weltweit eingebrochen ist, macht der Sportwagenbauer nach eigenen Aussagen Gewinn

Der Absatz von Porsche ist weltweit eingebrochen. Noch macht Porsche aber nach eigenen Angaben mit dem Bau von Autos Gewinn. Zu schaffen machen dem Unternehmen vor allem die Kredite für die Mehrheit an Volkswagen (VW) sowie geringe flüssige Mittel. So war das Unternehmen Ende März der Zahlungsunfähigkeit gefährlich nah: Ein 700-Millionen-Euro-Kredit der 51-prozentigen Tochter Volkswagen musste die Liquiditätslücke schließen.

Richtig dicke Risiken schlummern jedoch in der VW-Übernahme. Der Sportwagenbauer hat für den Erwerb der VW-Anteile mindestens neun Milliarden Euro Schulden aufgenommen und muss nun dafür Zinsen bezahlen. Und es gibt weitere Risiken: Wenn der Kurs der VW-Aktie fällt, drohen Porsche Milliardenzahlungen an Banken. Im schlimmsten Fall könnten sich die Schulden noch einmal verdoppeln. Dann könnte Porsche aus dem operativen Geschäft die Zinsen nicht mehr bezahlen.

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Wie groß der Geldbedarf bei Porsche ist, zeigt das Bemühen von Vorstandschef Wendelin Wiedeking um einen 1,75-Milliarden-Euro-Kredit bei der staatlichen KfW-Bank – trotz seiner bisherigen Abscheu für „Stütze“ vom Steuerzahler („Luxus und Stütze vertragen sich nicht“). Nach Porsche-Angaben braucht das Unternehmen das Geld zur Aufrechterhaltung des laufenden Geschäfts. Zuvor war Wiedeking bei mehreren anderen Banken abgeblitzt. Nach der KfW-Absage in der vergangenen Woche muss Wiedeking, wie er sagte, nun nach „alternativen Finanzierungsmöglichkeiten“ suchen.

2. Kann Porsche ohne Volkswagen überleben?

Porsche rangiert auf der Weltrangliste der Autobauer auf Platz 40. Die Stuttgarter bauen profitabel Autos mit höchstem Renommee, allerdings nur rund 100.000 Stück pro Jahr. Das ist zu wenig, um die teuren Entwicklungen auf Dauer zu bezahlen. Schon heute bedient sich Porsche deshalb fleißig im Technik-Baukasten von VW. Porsche braucht nicht unbedingt VW, aber auf jeden Fall einen starken Partner. Die Absatzflaute verschärft den Kostendruck nur noch. Weltweit brachen die Porsche-Verkäufe in den letzten Monaten zweistellig ein. Aus Nordamerika, dem wichtigsten Markt für Porsche, kamen in der vergangenen Woche wahre Horrorzahlen: Um 62 Prozent ging der Absatz im Juni zurück.

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