Management: Was Deutschlands Top-Manager 2011 tun sollten

Management: Was Deutschlands Top-Manager 2011 tun sollten

von Hans-Jürgen Klesse

Die Strategieberatung Roland Berger hat zusammen mit dem Internationalen Controller Verein (ICV) die wichtigsten Stellhebel für Deutschlands Top-Manager untersucht: Das „Operations-Effizienz-Radar 2011“ gibt Entscheidungshilfen für die kaufmännischen Leiter und untersucht Prioritäten und Strategien für Unternehmensplanung der kommenden zwölf Monate.

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Nach der Krise 2009 haben die deutschen Unternehmen im vergangenen Jahr die Wende vollzogen und von Restrukturierung auf Wachstum umgeschaltet. Produktportfolio, Produktion und Umlaufvermögen bleiben auch 2011 die wichtigsten Bereiche, an Bedeutung gewonnen haben Einkauf und Logistik, Innovation und Entwicklung haben nach Ansicht der Berger-Berater leicht verloren. Generell überwiegt 110 für die Studie befragten Top-Managern zwar die Zuversicht in den Aufschwung, die Führungskräfte gehen aber davon aus, dass die Entwicklung volatil bleibt – kontinuierliche Effizienzsteigerungen bleiben darum ganz oben auf der Agenda. Das sind die Kernergebnisse der zum zweiten Mal durchgeführten „Operations-Effizienz-Radar“-Studie.

„Unsere Studie ist als Orientierungshilfe für Finanzvorstände und kaufmännische Leiter gedacht und zeigt deren wichtigste Stellhebel auch für Bereiche, in denen sie nicht die Experten sind“, sagt Conrad Günther, Geschäftsführer des Internationalen Controller Vereins. 2010 habe es für die Finanzexperten nur ein Thema gegeben: die schnelle Anpassung des Umlaufvermögens an die von schweren Einbrüchen gekennzeichnete Geschäftsentwicklung. „Nach den Bereichen Produktportfolio und Produktion bleibt Working Capital auch 2011 der wichtigste Stellhebel“, sagt Oliver Knapp, Principal bei Roland Berger Strategy Consultants.

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Effizientere Herstellungsprozesse

Bei der Anpassung des Umlaufsvermögens war der Chip-Hersteller Infineon besonders erfolgreich. Vor allem 2009 wurden große Anstrengungen unternommen: Allein im zweiten Quartal des Krisenjahres gelang es Infineon, massiv Lagerbestände abzubauen, indem die Produktion auf ein Niveau noch unter das des Vorquartals gesenkt wurde. Die Vorräte wurden um 18 Prozent reduziert, das Nettoumlaufvermögen verringerte sich um 72 Millionen Euro im Vergleich zum Vorquartal.

Für das kommende Jahr dürften sich die Schwerpunkte nach Einschätzung der Berger-Berater verschieben: „Fast 70 Prozent der befragten Top-Manager haben sich für 2011 vorgenommen, Produktion und Sortiment genau unter die Lupe zu nehmen“, sagt ICV-Geschäftsführer Günther. Dabei gehe es zum einen um eine Konzentration auf besonders lukrative Produkte und zum anderen um die Steigerung der Effizienz in den Herstellungsprozessen. Als beispielhaft, was das konsequente Ausmisten des über Jahre gewachsenen Sortiments angeht, gilt den Berger-Beratern zum Beispiel die Homag-Gruppe aus dem mittelfränkischen Schopfloch.

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