
Die These wurde mehrfach widerlegt. Doch nie ist eine Theorie ganz falsch. Für das Promille Wahrheitsgehalt steht niemand so stolz wie Klaus Zumwinkel.
Der Chef der Deutschen Post repräsentiert einen marktbeherrschenden Konzern, der mithilfe des Staates den Wettbewerb abwürgt, den Gewinn oben hält, den Aktienkurs steigert – und die Taschen der Manager und der Beschäftigten füllt. Eigentlich dürfte es dergleichen gar nicht geben. Denn Anfang 2008 verliert die Post ihr gesetzliches Briefmonopol.
Dadurch erhalten Wettbewerber freie Bahn, der Post die Gewinne abzujagen. Doch genau das vereitelte Zumwinkel mithilfe des Staates. Ein Strohverband der Post schloss mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi einen Tarifvertrag, der den Briefträgern künftig einen Stundenlohn etwa auf dem Post-Niveau garantiert.
Doch der Pakt diente der Bundesregierung nicht nur als Vorlage für einen Mindestlohn für alle Briefträger. Er hält zugleich Wettbewerber vom Briefgeschäft ab, weil sie ein solches Salär noch nicht erwirtschaften können. Als die Post-Aktie daraufhin explodierte, löste Zumwinkel fix seine Aktienoptionen ein und verdiente gut zwei Millionen Euro – Stamokap mal ganz privat.









