_

Manager-Ranking: Deutschland sucht den Super-CEO

von Jens Toennesmann

Wer ist der fähigste Dax-Chef? In Kooperation mit der Managementberatung Kienbaum hat die WirtschaftsWoche Kapitalmarktprofis und Top-Berater befragt. Diskutieren Sie mit, wer die besten Noten verdient.

ARCHIV - Der Quelle: dpa
ARCHIV - Der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Peter Löscher. Quelle: dpa

Rund 111 Millionen Euro haben die Chefs der Dax-Konzerne im Jahr 2008 zusammengenommen verdient. Das macht im Schnitt etwa 3,69 Millionen Euro. Spitzenreiter sind, so eine DSW-Studie, Siemens-CEO Peter Löscher mit 9,84 Millionen Euro und Linde-Boss Wolfgang Reitzle mit 8,01 Millionen Euro Vergütung.

Anzeige

Aber wie kompetent sind Deutschlands Bosse wirklich? Wer ist der fähigste der 30 Konzernchefs und wer taugt am wenigsten? Wer ist der beste Stratege, wer führt sein Unternehmen besonders verantwortungsvoll? Wer gilt als glaubwürdig und souverän?

Diese Fragen hat die WirtschaftsWoche in Kooperation mit der Managementberatung Kienbaum über 60 Kapitalmarktprofis und renommierten Beratern gestellt und die Experten gebeten, zehn unterschiedliche Kompetenzen der Dax-Chefs zu benoten. Dazu gehören zum Beispiel die Strategie- und Wachstumskompetenz, das Risiko- und Kostenmanagement sowie die Glaubwürdigkeit und Wertehaltung der Manager.

Affären werden abgestraft

Das Gesamt-Ranking finden Sie ab Montag in der neuen Ausgabe der WirtschaftsWoche. Die vollständigen Ergebnisse und die einzelnen Ranglisten jeder Rubrik lesen Sie im Laufe der kommenden Woche auf wiwo.de. Einige Überraschungen können wir schon jetzt versprechen:

Unter den Top Ten finden sich einige Manager mit - für Dax-Verhätnisse - vergleichweise geringen Gehältern. Sie machen ihren Job demzufolge besser, als es die Gehaltsrangliste nahelegen würde.Allerdings sind unter den besten drei Dax-Chefs auch zwei der best verdienenden. Zugleich ist der am schlechtesten bewertete Manager auch der mit der niedrigsten Vergütung. Insofern scheint es auch einen Zusammenhang zwischen Leistung und Bezahlung zu geben.Als glaubwürdig gilt unter den befragten Experten, wer nach Skandalen am saubersten aufräumt. Wenig verlässlich erscheint dagegen, wer nach Affären keinen klaren Strich zieht.Zu den drei besten Dax-Chefs gehören zwei "Quereinsteiger". Zudem sind alle ausländischen Chefs in der oberen Tabellenhälfte gelandet. Erfahrung aus anderen Branchen und internationale Expertise scheinen sich für Dax-Chefs also mitunter mehr auszuzahlen, als eine lange Hauskarriere.

Aber jetzt fragen wir erstmal Sie: Wen erwarten Sie im Ranking weiter vorne, wen sehen Sie hinten?

Stimmen Sie ab und diskutieren Sie mit.

Zu diesem Artikel
8 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 12.10.2009, 08:24 UhrMariposa

    ich sehe gerade, dass auf der Kienbaumliste in der Wirtschaftswoche auch Hakan Samuelsson von MAN bestnoten erhalten hat. Einmal mehr der beweis für diesen bewertungsschwachsinn. ist denen vielleicht entgangen, dass gerade gegen MAN in einem riesigen bestechungsskandal ermittelt wird? Nun soll das Topmanagement im Vertrieb ausgetauscht werden. Natürlich hat der Vorstand von nichts gewußt. Die Drecksarbeit haben mal wieder die Subalternen erledigt und werden jetzt dafür gehenkt. Ganz davon zu schweigen wie Samuellson den Scania Deal in den Sand gesetzt hat. Über die anderen genannten "Chefs" gäbe es ähnliches zusagen. Erhofft sich Kienbaum hier neue Aufträge durch die ganze Anbiederei? Wirtschaftswoche, verschone uns künftig mit diesem Mist

  • 11.10.2009, 23:14 UhrWernigut

    wichtiges thema. es ist doch gut, wenn die Manager, die ihr Unternehmen sauber führen, gute noten bekomen. Und die, denen das nicht gelingt, schlechte. gerade weil die soviel verdienen, müssen die sich der bewertung stellen, finde ich..

  • 11.10.2009, 16:11 UhrProfit

    Das ist bei der Wirtschaftswoche ja genauso wie beim Manager Magazin oder beim Playboy. Die meisten der Superstars sind doch im wirklichen Leben Pfeifen und nur nach politischen Kriterien ausgesucht. Fragen sie doch mal einen Superstar wie Löscher was ein CosinusPhi ist. Der betriebswirtschaftliche Pillendreher (früher Stabsbeamter bei Hoechst!) hat doch keine Ahnung vom Kraftwerksbau oder von sonst etwas technischem. Ach so, er ist "Manager", und da darf man ja das Geld der Aktionäre zum Fenster rausschmeißen. Verstanden.

Alle Kommentare lesen
weitere Fotostrecken

Blogs

Microsoft gegen Apple: Weniger Gelaber von Siri, mehr Aufgaben erledigen
Microsoft gegen Apple: Weniger Gelaber von Siri, mehr Aufgaben erledigen

Der Softwaregigant aus Redmond nutzt die Sprach-App beim iPad in einem Werbe-Spot für Windows-8-Tablets. Microsoft lernt...

    Folgen Sie uns im Social Web

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 18.05.2013

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche

WirtschaftsWoche Shop

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.