Kommentare zu: "Die Suchmaschinenoptimierung ist am Ende"

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13 Kommentare
  • 11.02.2008, 12:47 UhrAnonymer Benutzer: Aurel Gergey

    Einige der im Artikel gemachten Aussagen scheinen mir hinterfragenswürdig.

    “ Tatsächlich kann man den Page Rank selten mit technischen Maßnahmen erhöhen.“
    Das dürfte stimmer. Dennoch ist diese Aussage irreführend. Die Praxiserfahrung zeigt, dass der Pagerank zwar immer noch das Ranking beeinflusst. Aber es scheint eben nicht mehr nur der Pagerank zu sein, und das schon seit längerem.

    „ich glaube, dass es immer weniger wichtig ist, bei Google weit oben zu stehen... SEO ist deshalb am Ende, dagegen gewinnt die Social Media Optimization immer mehr“.
    Studien haben wiederholt gezeigt, dass ein Grossteil der internetbenutzer Websites über Suchmaschinen auf Websites zugreifen (je nach Studie über 80%). Eine Umkehr dieses Trends ist mindestens gegenwärtig noch nicht zu beobachten.

    Das widerspricht der Aussage nicht, dass „Social Media“-Sites immer mehr besucher haben, denn immer mehr Menschen verbringen immer mehr Zeit im internet. Suchmaschinen- und Social Media-Optimierung haben also gut Platz nebeneinander. Von zunehmender Wichtigkeit der SMO (Social Media Optimization) auf das Ende der SEO (Search Engine Optimization), scheint mir ein wenig abenteuerlich.

    Etwas kommt noch hinzu, wie im Artikel auch angetönt: Die Erwartungshaltung und „Konsumsituation“ im Social Media-Umfeld unterscheidet sich stark vom Verhalten in den Suchmaschinen. Grundsätzlich formuliert: in den Suchmaschinen wollen die Leute effizient und effektiv etwas Konkretes finden, auf den Social Media-Sites wollen sie etwas Anderes, nämlich: „Socializen“. Aus genau diesem Grund haben diese Sites auch Mühe mit der Kommerzialisierung. Und aus ebendiesem Grund dürften Suchmaschinen und Social Media-Sites wohl auch künftig mehr oder weniger friedlich nebeneinander bestehen. Das scheint mir jedenfalls realistischer als das im Artikel prophezeite Szenario.

  • 02.03.2008, 10:07 UhrAnonymer Benutzer: Zufälliger Besucher

    Aussagen wie "Tatsächlich kann man den Page Rank selten mit technischen Maßnahmen erhöhen." lassen darauf schliessen, dass der Autor wenig fundierte Kenntnisse der Materie hat. Erstens lässt sich der PageRank extrem leicht manipulieren. Zweitens ist der PageRank einer Website ist vollkommen irrelevant für das Ranking. Man kann ohne weiteres eine PR7-Seite mit einer PR4-Seite für deren wichtigsten Keywords schlagen.
    Auch die Aussage "Suchmaschinenoptimierung besteht aus zwei basisverfahren: Schlüsselwörter identifizieren und in die On-the-page-Optimierung einbeziehen sowie Referenzlinks von anderen Webseiten bekommen, die möglichst stark frequentiert werden. Mehr muss man nicht machen" ist mehr als nur unvollständig und entspricht blutigem Anfängerniveau, wie man es häufig bei Trittbrettfahrern, die sich SEO auf die Fahnen schreiben weil sie die schnelle Mark wittern, obwohl sie keine Ahnung davon haben, vorfindet. Erschreckend ...

  • 02.03.2008, 11:23 UhrAnonymer Benutzer: Martin Arendt

    Auch mir erscheinen die Aussagen von Herrn Leisenberg sehr fragwürdig. Ebenso lassen manche Aussagen tatsächlich auf mangelnde Sachkenntnis schliessen. Es gibt mehr als 200 Faktoren, welche mit verschiedenen Gewichtungen die Positionierung einer Website in Google, der wichtigten Suchmaschine mit Quasi-Monopolstellung in Europa, beeinflussen. Das von Herrn Leisenberg beschriebene Verfahren zur Suchmaschinenoptimierung ist unvollständig und stark vereinfacht. Die behauptung, dass man nicht mehr als das beschriebene machen müsse, ist vor dem heutigen Kenntnisstand professioneller Suchmaschinenoptimierung unhaltbar. Die Erwähnung des PageRank, dessen bedeutung vernachlässigbar ist und nachweisslich keinen unmittelbaren Einfluss auf das Ranking hat, verstärkt den Eindruck überholten Wissens. ich halte es darüber hinaus für äusserst unwahrscheinlich, dass die bedeutung von Suchmaschinen im prognostiziertem Ausmass abnimmt. Momentan ist auf jeden Fall noch keine Auswirkung messbar, und die besucher aus Suchmaschinen machen im Schnitt bei technisch und strukturell guten Websites unverändert 80% oder mehr des gesamten Traffics aus, woraus man klar schliessen kann, dass Suchmaschinenoptimierung immer noch das effektivste Mittel zur Steigerung der besucherzahlen ist. Dass sich das allgemeine Nutzungsverhalten bei zielgerichteter Verwendung des internet weg von den Suchmaschinen in Richtung Social Networks verschiebt, halte ich für einen nicht belegten Mythos des gegenwärtigen Hype.

  • 03.03.2008, 04:52 UhrAnonymer Benutzer: Miguel Rego Gomes dos Reis

    Die hier aufgezeigte Entwicklung ist auch von mir zu bestätigen. ich bin im Onlinemarketing Sektor seit 4 Jahren tätig und muss die gleiche Feststellugn machen wie Herrn Leisenberg.

    Google hat die Algorithmen derart stark dahingegend verändert, dass eine Manipulation durch Linktausch nur noch unter enormem Aufwand möglich ist. Gekaufte und gemietete Links sind zwar weiterhin eine Möglichkeit eine enorme Relevanz vorzugaukeln, gehen aber am interesse des Suchmaschinennutzers eindeutig vorbei...

    in Hochachtung,
    Miguel Rego Gomes dos Reis

  • 11.03.2008, 22:29 UhrAnonymer Benutzer: kannNICHTanders

    Taja - ich kann dazu nur eines sagen:
    Entweder man kann es - oder man kann es nicht. (Eine Website unter die Top 10 bei Google & Co. zu bringen)
    Wenn man es nicht kann - gibt man solche interviews und schon ist man aus dem Schneider.

    Jemand der es kann - und es sehr schade findet dass so wenige Firmen (Mittelständler und kleiner) dieses Potential (TOP-Plazierung) für sich wirklich nutzen.

  • 23.05.2008, 14:35 UhrAnonymer Benutzer: bennos

    ich bin SEO und muss sagen das ich wirklich enttäuscht bin von dem Fachverständniss eines informatik Profs . Mein Onkel ist Mathematik Prof und hat mehr Kenntniss über dieses Thema.

    Zu Frage 3: Hier wird deutlich das Herr Leisenberg weder aktuelle Entwicklungen noch zukünftige Entwikclungen im Sinn und blick hat. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Google arbeitet an einer Strategie Social Media stärker einzubeziehen. im übrigen muss man sich mal vor Augen führen wie gering Dienste wie Social bookmark wirklich genutzt werden im Gegensatz zu Websuchen und die Wachstumszahlen sind bis auf einige wenige Dienste nicht berauschend. Es gibt zwar immer wieder tolle Studien, aber die Wirklichkeit sieht anders aus. bemühen sich doch hierzu mal die einschlägigen StartUP branchendienste.

    Zu Frage 5 und Antwort:
    Das Youtube als Social Media bezeichnet wird ist ein Witz. Ausser bewertung, Kommentar und Videostatistikzahlen hat Youtube nix von Social X. Youtube ist einfach ein Videoportal.
    Der geschilderte Fall ist im Grunde vergleichbar mit einem beitrag bei SternTV. Ok, das Unternehmen hat falsch reagiert. bei einem beitrag in SternTV hätten Sie vielleicht eher reagiert. Das zeigt aber nur das Unternehmen sich nicht genug mit der bewahrung ihrer Reputation im internet auseinandersetzen.
    Das Unternehmen sich künftig besser mit den neuen Medien wie blogs und Social Diensten besser auseinandersetzen müssen, darin stimme ich ihnen ganz klar zu.

  • 26.05.2008, 17:23 UhrAnonymer Benutzer: Ulf

    SMO wird wichtiger ohne Zweifel. SMO ist eigenständig und hat Auswirkungen auf SEO - aber auch umgekehrt. Allerdings wird traditionelle SEO tendenziell nicht mehr alle inhalte in den unterschiedlichen Formaten erfassen können. Dann wird Tagging, bookmarking, proaktives blogging für das Online- Marketing immer wichtiger. Dann hilft keine noch so gute SEO - Strategie mehr. in diesem Zusammenhang finde ich Leisenbergs Aussagen wirklich richtig. Denjenigen unter meinen "Vor- Kommentatoren", die mit Suchmaschinenoptimierung ihr Geld verdienen, sei gesagt, dass der WiWo- beitrag doch kein SEO- Fachbeitrag ist. in der Kürze hat L. das Wesentliche richtig dargestellt.

    Ulf

  • 03.06.2008, 15:17 UhrAnonymer Benutzer: Manfred Leisenberg

    Zunächst möchte ich allen Kommentatoren für die beiträge danken und mit den folgenden Gedanken zur weiteren Diskussion anregen:

    Zum Verhältnis von SMO und SEO: Dazu gibt es in relevanten Quellen unterschiedliche Ansichten. Das Verhältnis, je nachdem wie es gesehen wird, drückt doch meiner Ansicht nach nicht die Überlegenheit des einen Verfahrens gegenüber dem anderen aus. Die Relation ist beim gegenwärtigen Stand der noch nicht abgeschlossnen wissenschaftlichen Diskussion doch eher Ausdruck unterschiedlicher Perspektiven. Meine persönliche Sicht ist geprägt von der Annahme, dass Kommunikation in einem Netzwerk zunächst als sozialer Prozess aufzufassen ist. Zu Zwecken des Online – Marketing ist dieser Prozess auf ein bestimmtes Kommunikationsziel hin zu optimieren. Diese Optimierung unterliegt unterschiedlichsten Einflüssen – von denen manche z.b. durch die Optimierungsregeln nach bhargava andere wiederum nach den Regeln der SEO beeinflussbar sind. Wichtig ist, dass sie kombiniert auf den Prozess einwirken.
    Zur mehrfach aufgegriffenen Frage „SEO am Ende – oder nicht“: Meine Ausdrucksweise, in dem nicht an ein Fachpublikum gerichteten interview, war vielleicht etwas missverständlich. in dem Zusammenhang bitte ich auch die SEO- Fachkollegen zu akzeptieren, dass in einem kurzen interview „Verfahren zur Suchmaschinenoptimierung nur unvollständig und stark vereinfacht“ dargestellt werden können. Daher versuche ich eine Klarstellung: SEO durchlief eine Reihe von Entwicklungsschritten, die ihrerseits eng an die technische Entwicklung der Suchmaschinen und die algorithmische Evolution der Verfahren gekoppelt waren. Und ich meine, dass wir hier nunmehr einen Zwischenschritt erreicht haben, der im Sinne der „Negation der Negation“ eine neue Qualität hervorbringen muss. Also – einfach ausgedrückt – ich meine mit „Ende“ nicht „Schluss“, sondern „Abschluss“ vor dem nächsten Schritt. (Fortsetzung folgt)

  • 03.06.2008, 15:40 UhrAnonymer Benutzer: Manfred Leisenberg

    (Teil 2 meines Kommentars)
    Worin könnte also der nächste Schritt der SEO- Entwicklung bestehen? Lassen Sie mich nur einen einzigen wichtigen Gesichtspunkt beleuchten: Gegenwärtige implementierte Algorithmen berücksichtigen m.E. die Semantik nicht. Trotz langjähriger Forschungen http://www2003.org/cdrom/papers/refereed/p779/ess.html
    ist es nicht gelungen praktikable Verfahren zu implementieren. Einerseits mangelt es an handhabbaren Ontologien andererseits an entsprechenden Modellen. Neueste Entwicklungen aus dem WEb 2.o scheinen aber zu interessanten Lösungen zu führen. Über das Tagging verbinden User ihre eigene Semantik mit Objekten. Der soziale Prozess führt dann zur Herausbildung von Folksonomies http://en.wikipedia.org/wiki/Folksonomy
    Diese Folksonomies, kombiniert mit algorithmischer Suche, können in der Tat zu einer Form der semantischen Suche führen. Denken Sie nur daran, dass Audio- und Video- inhalte m.E. nur durch Metadaten, z.b. Tags, beschreibbar sind. Die momentan noch eingeschränkte Nutzung von Tagging und Social bookmarking, insbesondere im europäischen bereich, ändert nichts am Prinzip und den zukünftigen Möglichkeiten.

  • 03.06.2008, 15:42 UhrAnonymer Benutzer: Manfred Leisenberg

    (Teil 3 und Ende meines Kommentars)
    Am Ende ein paar Worte zu meiner journalistisch überspitzter bemerkung, die Wichtigkeit „bei Google oben zu stehen“, betreffend: Zweifellos generiert SMO zusätzlichen Traffic für Portale. http://www.scribd.com/doc/69260/SEO-vs-SMO-A-Graphical-Analysis
    Die Volumina dieser zusätzlichen Datenaufkommen steigen seit einiger Zeit und werden sich auch in Zukunft weiter erhöhen. Unter dieser Prämisse war mein Argument so zu verstehen, dass, auch aus Unternehmenssicht, eine Verlagerung der Online- Marketing- Aufwände von SEO hin zu SMO stattfinden wird. Daher wird es für Unternehmen immer weniger wichtig ....... hauptsächlich oder allein in die Suchmaschinenpositionierung zu investieren. Dass die Suchmaschinenposition dennoch außerordentlich wichtig bleibt, versteht sich von selbst.

    ich freue mich auf die weitere Diskussion!


    Manfred Leisenberg

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