Markenimage: Blackberry im Funkloch

kolumneMarkenimage: Blackberry im Funkloch

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ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Blackberry, aufgenommen in Berlin am 12.04.2011. Der klassische Blackberry ist für mobile Vielschreiber ausgelegt. Aber während Apple mit der Produktion seines iPhone kaum hinterherkommt, verkaufen sich die Blackberrys von RIM schlechter. Im zweiten Geschäftsquartal (Juni bis August) schrumpften die Auslieferungen auf 10,6 Millionen Smartphones. Im Vorjahreszeitraum war RIM noch 12,1 Millionen Blackberrys losgeworden. Dabei boomt der Markt. Auch vom Playbook-Tablet setzten die Kanadier lediglich rund 200 000 Stück ab. Foto: Peter Zschunke/dpa/tmn (c) dpa - Bildfunk

Kolumne

Der kanadische Anbieter Research In Motion (RIM) konnte sich mit seinen Blackberry-Handys bisher als Exot neben erfolgreichen Anbietern wie Apple oder Samsung behaupten. Die aktuellen Probleme katapultieren den Hersteller jedoch in eine gefährliche Lage, schreibt Tim Oesterlau von YouGov.

Während Mobilfunkgerätehersteller wie Apple oder Samsung ihren Kampf um die Vorherrschaft auf dem Handymarkt mittlerweile öffentlichkeitswirksam vor Gericht austragen, hat der kanadische Hersteller Research In Motion (RIM) ganz eigene Probleme. Eine Reihe von Serverproblemen hatte bei Blackberry-Kunden weltweit für Verärgerung gesorgt: Teilweise kamen die Nutzer längere Zeit nicht an wichtige Daten heran. Das Unternehmen reagierte, indem es seinen Kunden zur Kompensation Gratis-Apps anbietet. Angesichts der aktuellen Image-Einbrüche  und des starken Wettbewerbs darf es als fraglich gesehen werden, ob dies zur Beruhigung der Gemüter ausreichen wird.

Drastische Folgen

Denn wie eine aktuelle Markenanalyse auf Basis des Markenmonitors YouGov BrandIndex zeigt, hatten die Entwicklungen der vergangenen Woche drastische Folgen: So sind die Imagewerte der Marke Blackberry deutlich eingebrochen. Erreicht Blackberry in der Ersten Jahreshälfte 2011 zeitweise noch rund 65 BrandIndex-Punkte, sind es aktuell nur noch 39 Punkte.  Der so genannte Buzz, der im Unterschied zum langfristig orientierten Imagewert misst, ob aktuell positiv oder negativ über eine Marke gesprochen wird, sackt sogar tief in den negativen Bereich ab. Da sich der Buzz oftmals als Indikator für die weitere Imageentwicklung erweist, deutet sich hiermit ein längerfristiges Imageproblem für Blackberry an.

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Imageverluste

Allerdings bezieht sich dieses Problem bei weitem nicht nur auf Deutschland: In den USA und in Großbritannien hat RIM ebenfalls mit Imageverlusten zu kämpfen. Im Vereinigten Königreich sind neben dem Buzz sogar die Imagewerte bereits in den negativen Bereich gerutscht. Die aktuellen Serverprobleme sind nicht die einzigen Schwierigkeiten, denen der Blackberry-Hersteller gegenübersteht: In der Vergangenheit war das Unternehmen immer wieder Kritik ausgesetzt, unter anderem im Hinblick auf das Thema Datenschutz. Entsprechend entwickelten sich die Imagewerte bereits vor dem aktuellen Serverausfall  im Langzeittrend negativ. Ein weiterer Grund für diese Entwicklung dürfte der große Erfolg von Apple und Co. sein, die mit ihren Produkten offenbar besser bei den Handynutzern ankamen.

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