
Während Mobilfunkgerätehersteller wie Apple oder Samsung ihren Kampf um die Vorherrschaft auf dem Handymarkt mittlerweile öffentlichkeitswirksam vor Gericht austragen, hat der kanadische Hersteller Research In Motion (RIM) ganz eigene Probleme. Eine Reihe von Serverproblemen hatte bei Blackberry-Kunden weltweit für Verärgerung gesorgt: Teilweise kamen die Nutzer längere Zeit nicht an wichtige Daten heran. Das Unternehmen reagierte, indem es seinen Kunden zur Kompensation Gratis-Apps anbietet. Angesichts der aktuellen Image-Einbrüche und des starken Wettbewerbs darf es als fraglich gesehen werden, ob dies zur Beruhigung der Gemüter ausreichen wird.
Drastische Folgen
Denn wie eine aktuelle Markenanalyse auf Basis des Markenmonitors YouGov BrandIndex zeigt, hatten die Entwicklungen der vergangenen Woche drastische Folgen: So sind die Imagewerte der Marke Blackberry deutlich eingebrochen. Erreicht Blackberry in der Ersten Jahreshälfte 2011 zeitweise noch rund 65 BrandIndex-Punkte, sind es aktuell nur noch 39 Punkte. Der so genannte Buzz, der im Unterschied zum langfristig orientierten Imagewert misst, ob aktuell positiv oder negativ über eine Marke gesprochen wird, sackt sogar tief in den negativen Bereich ab. Da sich der Buzz oftmals als Indikator für die weitere Imageentwicklung erweist, deutet sich hiermit ein längerfristiges Imageproblem für Blackberry an.
Imageverluste
Allerdings bezieht sich dieses Problem bei weitem nicht nur auf Deutschland: In den USA und in Großbritannien hat RIM ebenfalls mit Imageverlusten zu kämpfen. Im Vereinigten Königreich sind neben dem Buzz sogar die Imagewerte bereits in den negativen Bereich gerutscht. Die aktuellen Serverprobleme sind nicht die einzigen Schwierigkeiten, denen der Blackberry-Hersteller gegenübersteht: In der Vergangenheit war das Unternehmen immer wieder Kritik ausgesetzt, unter anderem im Hinblick auf das Thema Datenschutz. Entsprechend entwickelten sich die Imagewerte bereits vor dem aktuellen Serverausfall im Langzeittrend negativ. Ein weiterer Grund für diese Entwicklung dürfte der große Erfolg von Apple und Co. sein, die mit ihren Produkten offenbar besser bei den Handynutzern ankamen.













