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Markenimage: Fastfood: Der Aufstieg der Kellerkinder

von Holger Geißler

Krise, Krise, Krise: Alle Wirtschaftsbereiche leiden unter ihr. Alle? Nein. Ein ganzer Gastronomie-Zweig konnte große Gewinne einfahren, schreibt Holger Geißler von YouGovPsychonomics.

Eine MC-Donalds-Filiale in Quelle: REUTERS
Eine MC-Donalds-Filiale in Chicago Quelle: REUTERS

Während Deutschland noch mitten in der Aufarbeitung der letzten Krisenwelle – namentlich der Euro-Krise – feststeckt, können sich die am deutschen Markt etablierten Convenience-Food-Anbieter bereits seit Jahresbeginn über einen beständigen Image-Aufwind freuen. Der Hamburger-Riese McDonald’s, der sich in grün-gelbem Gewand seit einiger Zeit stärker in der „Bio-Ecke" positionieren will, konnte beispielsweise in den positiven Bereich der BrandIndex-Skala wechseln und verbesserte sein Image von -4 auf aktuell 7 BrandIndex-Punkte. Das Image des McDonald’s-Kaffee-Auslegers McCafé konnte weiterhin deutlich zulegen und liegt aktuell bei 36 Index-Punkten (+11).

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Anbieter legen deutlich zu

Und wie es scheint, schlägt die Krise den Deutschen generell auf den Magen, denn auch die Imagewerte der übrigen Fastfood-Anbieter haben seit Jahresbeginn zum Teil deutlich zugelegt: unter anderem in den Bereichen Qualitätsempfinden, Preis-Leistungs-Verhältnis und Weiterempfehlungsbereitschaft. So konnten auch McDonald‘s Hauptkonkurrent Burger King und die US-Kette KFC jeweils satte 11 Punkte zulegen. Burger Kings Image stieg seit Jahreswechsel von -15 auf -4, KFC von -38 auf -27 BrandIndex-Punkte. Ebenfalls im Aufwärtstrend befindet sich das Ansehen der weltweiten Pizza-Bäcker Pizza Hut (-4) und Joey’s Pizza (-16), die in Sachen Image allerdings weit hinter der Sandwich-Kette Subway (22 Indexpunkte; +7) bleiben. Den Spitzenplatz unter den Schnellrestaurants belegt die Marke Nordsee, mit 62 BrandIndex-Punkten (+2).

Neben den größeren US-Ketten konnten auch einige der an bundesdeutschen Autobahnraststätten und Bahnhöfen omnipräsenten Convenience-Food-Anbieter seit Jahresbeginn ordentlich zulegen. Die Imagewerte der Marke Tank & Rast stiegen beispielsweise von -48 auf -40 Index-Punkte, Petit Bistro verbesserte sich von -23 auf -15, Serways von -18 auf -12, Schweinske von -11 auf -4 und Ditsch von 10 auf 20 Index-Punkte. Und selbst die weit abgeschlagene Bordgastronomie der Deutschen Bahn konnte in Krisenzeiten um 4 Punkte zulegen, hinkt mit -70 BrandIndex-Punkten aber weiterhin deutlich hinterher.

Fazit: Insgesamt gesehen liegen die deutschen Imagewerte der meisten Convenience-Food-Ketten ein gutes Stück hinter denen der USA. Ursächlich dürfte dafür sein, dass die Deutschen nachwievor kritischer ihrer Nahrung gegenüber sind als die Amerikaner. Die Krise sorgt aber offenbar dafür, dass die Deutschen die bekannten Fastfood-Marken positiver wahrnehmen.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 09.06.2010, 14:31 UhrAnonymer Benutzer: mensch hat hunger

    Mein persönlicher brandindex von Mc Donalds sinkt jedesmal wenn ich da bin. Leider finde ich mich trotzdem immer wieder vor dem roten Plastiktablett. Ohne Geschirr, den Ketchup auf einer Serviette verteilend, und mit den dreckigen U-bahn-Fingern mein Fastfood verzehrend. Weils so einfach, immer da, und immer offen ist. Aber mittlerweile sogar recht teuer! Lieber würde ich dann zb. bei den Hamburger Newcomern blockburger essen, das schmeckt es deutlich besser. Und die Athmosphäre ist einfach erträglicher. Wenn man sieht, wie Kinder auf Mc Donalds abfahren, wird einem ganz anders. Manchmal fühlt man sich wie in einem Kinderrestaurant. Alles weich, süß, bunt, einfach, laut. Das ist Kundenbindung von Kindesalter an. Nungut, mir wärs lieber, und ich hätte zumindest ein etwas besseres Gewissen, wenn ich wenigstens bei heimischen Ketten mein täglich fastfood zu mir nehmen könnte. Von curry- und Dönerbuden, und Nordsee mal abgesehen.

  • 09.06.2010, 00:38 UhrAnonymer Benutzer: Hm m lecker

    Wer blöd wählt muss auch blöd fressen.

    Ganz einfach.

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