Markenimage: Modemarken werden beliebter

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Kolumne

Viele Modemarken erfreuen sich wachsender Beliebtheit bei den Verbrauchern – dies deutet auf wachsende Umsätze hin. Eine Herausforderung für die Anbieter ist jedoch die Abgrenzung zur Konkurrenz, schreibt Holger Geißler von YouGov.

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Esprit-Filiale

Nach schwierigen Zeiten kehrt beim deutschen Einzelhandel langsam wieder die Zuversicht zurück, denn ganz offensichtlich haben die Deutschen „Shopping“ wieder als Hobby entdeckt - die Umsätze vieler Händler wachsen. Davon profitiert auch die Textilbranche, die immer dann besonders leidet, wenn die Verbraucher sparen müssen. Wie erfolgreich einige Anbieter derzeit sind, zeigt das Beispiel s.Oliver: Das Unternehmen gab vor kurzem zweistellige Umsatz-Wachstumszahlen bekannt.

Dabei spiegelt sich die Kauflaune der Verbraucher nicht nur in den Umsätzen der Anbieter wider: Wie eine aktuelle Imageanalyse aus Basis der Ergebnisse des Markenmonitors YouGov BrandIndex zeigt, konnten einige Modemarken in den vergangenen Monaten ihre Beliebtheit deutlich steigern.

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So erreichte etwa Boss zuletzt knapp 80 BrandIndex-Punkte. Zum Vergleich: Im Januar 2010 erreichte die deutsche Premiummarke durchschnittlich noch einen Score von 69 Punkten – dies entspricht einer Steigerung von mehr als 15 Prozent. Ebenfalls deutlich zulegen konnten Konkurrenten wie Lacoste, Tommy Hilfiger oder Joop – allerdings bewegen sich diese Marken auf schwächerem Niveau. Hilfiger beispielsweise erreicht aktuell etwa 64 BrandIndex-Punkte.

Kopf-an-Kopf-Rennen

Besonders interessant sind die Imageverläufe der Modelabel Esprit und s.Oliver: Beide Marken liefern sich im BrandIndex in Sachen Beliebtheit ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit Imagewerten von weit über 70 Punkten sind beide Marken ausgesprochen beliebt, allerdings lag Esprit bisher mit leichtem Abstand vor s.Oliver. Seit Mitte März scheint sich dieser Trend jedoch umzukehren: So erreicht s.Oliver aktuell erstmals seit längerer Zeit wieder eine erkennbar bessere Bewertung als Esprit. Dies gilt insbesondere aus Sicht von unter 30-jährigen Konsumenten.

Ein ähnlicher Kampf um das bessere Image ist auch zwischen zwei anderen deutschen Marken zu beobachten: Adidas und Puma. Zwar ist Adidas die beliebteste Modemarke der Deutschen – und damit auch beliebter als Puma – allerdings ist Puma dem Marktführer dicht auf den Fersen. Auffallend ist auch in diesem Fall die Entwicklung in der Gruppe der unter 30-jährigen Deutschen: Aus Sicht dieser wichtigen Zielgruppe gibt es in Sachen Beliebtheit kaum noch einen Unterschied zwischen den beiden Sportmarken.

Die positive Entwicklung der Modemarken deutet auf stabile oder gar wachsende Umsätze in der Zukunft hin. Eine Herausforderung für die Markenhersteller dürfte wie in den Fällen Puma und Adidas oder s.Oliver und Esprit jedoch die Abgrenzung zu Konkurrenten sein.

Zur Untersuchung: Der YouGov BrandIndex ist ein Markenmonitor. Auf der Basis einer täglichen Befragung von 1000 Personen ermöglicht dieses forschungsbasierte Tool zur Markenführung tagesaktuelle Imageanalysen von über 500 Marken aus 20 Branchen.

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