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Markenimage: Tankmarken gewinnen an Image

von Boris Hedde

Kaum sind die Preise für Benzin und Diesel gesunken, profitieren die bekannten Tankstellenmarken von einem Imagegewinn. Neben dem Preis zählt aber auch der Service.

Brandindex Tankstellen
Brandindex Tankstellen
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Demnach erreichten die durchschnittlichen BrandIndex-Werte der Tankstellenmarken Mitte Juli ihren Jahrestiefststand: Kurz zuvor waren die Preise für Superbenzin auf ein Rekordhoch von rund 1,60 Euro gestiegen. Nur die Tankstellenmarke Jet konnte zu diesem Zeitpunkt noch positive Werte von etwa 13 BrandIndex-Punkten erreichen, die anderen vier großen Marken befanden sich zum Teil deutlich im negativen Bereich.

An dieser starken Reaktion wird deutlich, welche Bedeutung der Preis in dieser Branche hat. Obwohl sich die Angebote der Anbieter häufig nur minimal unterscheiden, hat es Jet offensichtlich erfolgreich geschafft, sich bei den deutschen Autofahrern als Preisführer zu etablieren. Der im BrandIndex gemessene Wert für das Kriterium Preis-Leistungs-Verhältnis ist so nicht nur als einziger im Schnitt dauerhaft positiv, er liegt auch mit Abstand vor den anderen betrachteten Marken.

Nach dem Imagetief im Juli sanken die Kraftstoffpreise bis heute wieder stark ab. Shell und vor allem Aral profitierten in ihrem Image schneller und stärker von dieser Entwicklung als Discountmarken wie Jet. Die Anbieter setzen in Werbekampagnen verstärkt auf den Aspekt Service. Im Detail: Aral erhält 22 Punkte, Jet 32 Punkte und Shell fünf Punkte.

Boris Hedde
Boris Hedde von psychonomics AG

Aral startete erst vor kurzem eine neue Imagekampagne, die Kompetenz und Nähe betont und so auf die Emotionen der Tankstellenkunden setzt. Für den Erfolg dieser Strategie sprechen auch die gemessenen Werte des so genannten „Buzz“ (englisch für Gerücht).

Während die Indexwerte langfristig orientiert sind, misst dieser, ob den Befragten kurzfristig Positives oder Negatives über eine Marke zu Ohren gekommen ist. Der Buzz der Marke Aral erreicht aktuell sogar nicht nur positive Werte, sondern auch ein Jahreshoch.

Die beiden Marken Esso und Total können sich offenbar weder als besonders servicefreundlich noch als preisgünstig positionieren: Im BrandIndex steigen die Werte der beiden Anbieter nur leicht und bleiben aber auf einem schwachen Niveau.

Die Analyse basiert auf dem BrandIndex. Dieses Tool zur Markenführung ermöglicht auf der Grundlage einer täglichen Befragung von 1000 Personen eine tagesaktuelle Imageanalyse von über 500 Marken aus 20 Branchen.

4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 11.11.2008, 11:45 UhrAnonymer Benutzer: NMetwriter

    Augenwischerei ist das.
    Wie war denn die Fragestellung? Wohl etwa so: "Wenn Sie mal von der Abzocke beim benzinpreis absehen, welche Tankstellenmarke würden Sie dann..."

    Den dicksten Hund liefern sich die Tankstellen ja mal wieder mit der Super-Diesel-Gleiche. Augenwischerei, damit beim Diesel noch ein wenig mehr abgezockt werden kann, obwohl der, gemessen am Ölpreis, derzeit sicher bei max. 1,15-1,12 EUR liegen könnte.

  • 11.11.2008, 09:20 UhrAnonymer Benutzer: Alexander

    @ben
    Es freut mich, dass Sie scheinbar zu viel Geld haben. Was interessiert mich die sauberste Station? Oder der Shop? Oder das schwachsinnige Payback-System? Wir reden hier nicht von 1 Cent Aufpreis, hier im Frankfurter Raum liegen die Unterschiede zwischen "normalen" Tankstellen und den überteuerten ARAL-Stationen manchmal im 4-6 Cent-bereich (pro Liter), insbesondere, wenn sich mal wieder die Preise ändern. Wenn man einmal im Monat tankt, dann kommt es wirklich nicht darauf an, aber wenn man Vielfahrer ist, dann ist ARAL die letzte Adresse zu der man fahren sollte!

  • 10.11.2008, 17:29 UhrAnonymer Benutzer: Ben

    Aral sind und bleiben aber die Tankstellen mit dem besten Gesamteindruck, den saubersten Stationen, den best-sortierten Shops und dem Payback-System. Den 1 Cent Aufpreis ist das alles
    mehr wert als bei einer Tankfüllung schlappe 40 cent zu sparen.

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