Markenranking: FDP-Wähler mögen BMW, Linke-Wähler mögen Skoda

kolumneMarkenranking: FDP-Wähler mögen BMW, Linke-Wähler mögen Skoda

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Guido Westerwelle (Mitte) steigt aus einem Auto: FDP-Wähler bevorzugen die Marke BMW.

Kolumne

Anhängern von bestimmten Parteien wurde schon immer eine Vorliebe für bestimmte Marken nachgesagt. Eine neues Markenranking gibt nun interessante Auskünfte darüber, welche Marken verschiedene Wählergruppen präferieren.

Dass Wähler der Linken im Vergleich zu FDP-Wählern sehr unterschiedliche politische Ansichten haben, liegt auf der Hand. Eine neue Untersuchung, die auf dem Markenmonitor YouGov BrandIndex basiert, zeigt nun, wie die Parteipräferenz der Bürger mit der Beliebtheit von Marken zusammenhängt. Demnach gibt es zum Teil deutliche Unterschiede: So haben etwa FDP-Wähler eine deutliche Vorliebe für die Marke BMW, während Wähler der Linken ein Faible für Skoda-Fahrzeuge haben.

Auch in anderen Branchen sind interessante Unterschiede zu beobachten, wenn man die Rankings der verschiedenen Wählergruppen miteinander vergleicht. So können sich Bürger, die sich für die SPD entschieden haben, stärker für die Marke Boss erwärmen als andere. Grüne-Wähler hingegen favorisieren eher die Modemarke Esprit.

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Bei allen Unterschieden gibt es auch zahlreiche Übereinstimmungen, was die Beliebtheit der untersuchten Marken angeht. So erfreuen sich interessanterweise Technikmarken wie Panasonic, Canon oder Sony über die Parteigrenzen hinweg großer Beliebtheit. Auch andere starke Marken wie Ritter Sport, Nivea, Adidas oder Puma werden von den Deutschen ähnlich gut bewertet.

Vor dem Hintergrund immer wieder aufkommender Vorwürfe der „Klientelpolitik“ an die schwarz-gelbe Bundesregierung ist das Markenranking in der Gruppe der FDP-Wähler sehr interessant. So fällt auf, dass FDP-Anhänger häufiger Banken, Energiemarken oder Pharmaunternehmen gut finden als Verbraucher mit anderer Präferenz. Dies gilt auch für die Gruppe der Wähler von Bündnis90/Die Grünen: Hier stehen der Ökostromanbieter Naturenergie oder auch die Marken Bionade und Alnatura.

Besonders auffällig ist der Unterschied zwischen den Wählergruppen im Falle der Deutschen Bank: Während die Werte hier meist im Negativbereich liegen und bei den Linken das Geldinstitut schon fast zu den „Feindbildern“ zählt, bewegen sich die Imagewerte aus Sicht der Liberalen deutlich im positiven Bereich.

Für Markenverantwortliche bieten sich durch die Parteien-Analyse die Möglichkeit herauszufinden, welche Wählergruppen ihrer Marke nahe stehen – und welche nicht. Für Marken, die bestimmte politische Gruppierungen in besonderem Maße ansprechen, können sich daraus unmittelbar Handlungsimpulse für das regionale Marketing ergeben. Immerhin kann man für jeden Wahlbezirk öffentlich einsehen, wie bei der letzten Bundestagswahl abgestimmt wurde. Eine einfache, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit effektive Form des Geo-Marketings.

Zur Untersuchung: Der YouGov BrandIndex ist ein Markenmonitor. Auf der Basis einer täglichen Befragung von 1000 Personen ermöglicht dieses forschungsbasierte Tool zur Markenführung tagesaktuelle Imageanalysen von über 500 Marken aus 20 Branchen.

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