Martin Winterkorn: VW-Vorstandschef bleibt wohl bis 2015

Martin Winterkorn: VW-Vorstandschef bleibt wohl bis 2015

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Volkswagen-Chef Martin Winterkorn

von Martin Seiwert

Der 63-jährige Winterkorn soll nochmal fünf Jahre vom Aufsichtsrat verlängert bekommen haben.

Zum Glücklichsein, pflegt VW-Chef Martin Winterkorn zu sagen, brauche es keine Millionen. „Guter Job, eine Familie, vielleicht ein Haus, das reicht“, pflegt der 63-Jährige zu seinen Mitarbeitern zu sagen. Er muss es wissen. Winterkorn hat eine Familie, dazu ein schönes Haus in Ingolstadt und ein Jahresgehalt von zuletzt knapp sieben Millionen Euro. Seinen „guten Job“ wird der Ingenieur und Doktor der Metallurgie wohl noch bis Mitte des Jahrzehnts behalten. Sein Vertrag läuft Ende 2011 aus, wird laut Branchengerüchten aber wohl um weitere fünf Jahre verlängert. Der Aufsichtsrat wolle, so heißt es in VW-Kreisen, mit der Entscheidung für Kontinuität sorgen. Die hat VW nach der turbulenten Übernahmeschlacht mit Porsche im vergangenen Jahr auch dringend nötig. Die Gefahr, unter Porsche-Boss Wendelin Wiedeking zu einer Art VW-Abteilungsleiter degradiert zu werden, konnte der gebürtige Schwabe abwenden. Doch dabei blieb viel Arbeit liegen.  

Der perfektionistische, ungeduldige und nicht selten poltrige Winterkorn hat sich für seine letzten Berufsjahre eine Menge vorgenommen: Er will VW bis spätestens 2018 zum größten und profitabelsten Autobauer der Welt machen, vor Wettbewerbern wie Toyota, GM und Hyundai. Zuvor muss er Porsche integrieren, die Kooperation mit Suzuki mit Leben füllen, die Probleme der chronisch kranken Konzernmarke Seat lösen und womöglich weitere Marken eingemeinden. VW-Chefaufseher und Winterkorn-Mentor Ferdinand Piech hat es angeblich auf Alfa Romeo und Ferrari abgesehen. Außerdem muss das Lkw-Geschäft des Konzerns mit den Beteiligungen an Scania und MAN neu geordnet werden. Doch mit effizienten Baukastensystemen, neuen Fabriken in den USA und Asien und Synergien zwischen den zahlreichen Konzernmarken könnte Winterkorn den Wolfsburger Konzern tatsächlich zur Nummer eins machen. Für den Fußball-Fan Winterkorn wäre es eine Genugtuung. Schon als Kicker in jungen Jahren war er am liebsten die Nummer eins – als Torwart des TSV Münchingen.

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