McKinsey-Studie : Diversity im Management beflügelt die Rendite

McKinsey-Studie : Diversity im Management beflügelt die Rendite

, aktualisiert 21. November 2011, 14:45 Uhr
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Managerin bei einer Präsentation. Eine aktuelle Studie zeigt: Je höher die Vielfalt, desto höher auch der Erfolg des Unternehmens.

Quelle:Handelsblatt Online

Diversity ist mehr als nur Imagepflege. Eine Studie belegt, dass personelle Vielfalt im Vorstand den Unternehmen handfeste wirtschaftliche Vorteile bringt. Ein deutscher Chemiekonzern kann mit seiner Strategie punkten.

DüsseldorfUnternehmen, deren Vorstand hinsichtlich Geschlecht und ethnischer Herkunft gemischt aufgestellt ist, behaupten sich besser am Markt. Zu diesem Ergebnis kommt die Unternehmensberatung McKinsey in einer Studie, in der 180 Unternehmen weltweit analysiert wurden. Untersucht wurde, wie sich die Zusammensetzung der Vorstände auf den wirtschaftlichen Erfolg auswirkte. Das Ergebnis: Die Firmen mit der größten Vielfalt im Vorstand erzielten zwischen 2008 und 2011 eine 53 Prozent höhere Kapitalrenditen und 14 Prozent höhere Betriebsergebnisse (Ebit) als diejenigen mit der geringsten Diversität. Bei den untersuchten Dax-Konzernen liegt der Unterschied in der Kapitalrendite laut Studie sogar bei 66 Prozent.

„Die Korrelation ist so überraschend deutlich, dass wir sagen können: Vielfalt schlägt sich schwarz auf weiß in der Ertragsrechnung der Unternehmen nieder“, sagt McKinsey-Partner Thomas Barta. Die Studie belege, dass ein klarer Fokus auf Leistungsfähigkeit bei Einstellungen und Beförderungen zu besseren unternehmerischen Ergebnissen und gleichzeitig mehr Diversität führe.

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Der Anteil an Frauen in Dax-Vorständen beträgt aktuell nur drei Prozent. In den amerikanischen Fortune-500-Unternehmen liegt die Frauenrate hingegen bei 16 Prozent. „Untersuchungen zeigen, dass die vielfältigsten Unternehmen weltweit auch oft die innovativsten sind. Sie reagieren besser auf Marktveränderungen und neue Kundenbedürfnisse. Deutsche Unternehmen müssen mehr Vielfalt wagen, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, so Barta.


Diversity-Preis für BASF

Ein deutsches Unternehmen, dem dies bereits jetzt zu gelingen scheint, ist BASF. Der Chemiekonzern wurde für seine Strategie in der Kategorie Großunternehmen mit dem Deutschen Diversity Preis ausgezeichnet, der erstmals von McKinsey, dem Konsumgüterkonzern Henkel und der Wirtschaftswoche verliehen wurde. Unter dem Motto „One Team - one Dream“ hat BASF eine globale Mannschaft mit Fachleuten aus Asien, Deutschland und den USA zusammengestellt, um den Betrieb der Produktionsanlagen in Nanjing (Ostchina) und Kuantan (Malaysia) zu optimieren - und mit neuer Struktur und innovativen Denkansätzen unterm Strich schon 90 Millionen Euro an Betriebskosten eingespart.

In der Kategorie Öffentlicher Arbeitgeber gewann die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, den Diversity-Preis für kleinere und mittlere Unternehmen erhielt das Berliner Start-up Twago, die Auszeichnung für das beste Diversity-Image ging an Google. Als Diversity-Persönlichkeit des Jahres würdigte Wirtschaftswoche-Chefredakteur Roland Tichy Bundeskanzlerin Angela Merkel. Begründung: Merkel sei als ehemalige DDR-Bürgerin ein Vorbild, weil sie sich mit Erfolg eine neue Gesellschaft erschlossen habe.

Quelle:  Handelsblatt Online
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