Medien: Bezahlsender Sky punktet mit WM-Übertragungen

Medien: Bezahlsender Sky punktet mit WM-Übertragungen

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Der frühere Nationaltorhüter Jens Lehmann (links) Kommentator Sebastian Hellman stehen für den Bezahlsender Sky bei der Fußball-WM 2010 vor der Kamera

von Peter Steinkirchner

Lichtblick für Sky: Obwohl ARD und ZDF besonders bei den Auftritten der deutschen Elf Rekordquoten mit der Fußball-Weltmeisterschaft erzielen, ziehen mehr Sky-Kunden die WM-Übertragungen des Bezahlkanals vor als bei der WM 2006.

Roman Steuer, Vice President und Sportchef des Bezahl-TV-Unternehmens aus Unterföhring bei München, sagte der WirtschaftsWoche: "Im Vergleich zur WM 2006 in Deutschland, bei der ja ein unheimlicher Hype tobte, ist die Zahl derer, die unser WM-Programm anstelle der anderen WM-Angebote nutzen, noch einmal um rund 15 Prozent gestiegen. Damit haben wir unsere eigenen Erwartungen sogar noch übertroffen.“ Die sogenannte View Time ist für den Bezahlkanal ein wichtiger Indikator dafür, wie seine Programme bei der Kundschaft ankommen.

Sky sendet täglich auf einem eigenen Sportkanal 24 Stunden WM – davon zwölf Stunden live - und füllt die Zeit mit Live-Übertragungen, Wiederholungen von Spielen, Pressekonferenzen und Nachrichtensendungen rund um das Geschehen in Südafrika. Der Bezahlsender zeigt alle 64 Spiele live – und steht damit in direkter Konkurrenz zu ARD und ZDF, die zusammen 55 Spiele übertragen, sowie dem Privatsender RTL, der neun WM-Spiele zeigt.

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"Rein rechnerisch 1,1 Mitarbeiter pro Spiel"

Im Unterschied zu den öffentlich-rechtlichen Sendern, die mit rund 550 Mitarbeitern aus Südafrika berichten – allein 100, heißt es, seien am Quartier der deutschen Elf postiert -, ist Sky mit 70 Personen vor Ort. „Rein rechnerisch kommen bei uns auf jedes Spiel 1,1 Mitarbeiter“, sagt Steuer, „bei ARD und ZDF sind es zehn.“  Dabei bekommen sowohl die Öffentlich-rechtlichen wie auch Sky und RTL das TV-Signal geliefert – der sogenannte Feed  wird wie schon bei früheren WMs für alle TV-Anstalten weltweit zentral vom Unternehmen HBS (Host Broadcasting Service) produziert. Den Sendern bleibt die Kommentierung und das Rahmenprogramm aus Expertengesprächen und Analyse. Für Sky ist unter anderem Kaiser Franz Beckenbauer als Experte im Einsatz, außerdem Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann und erstmals auch Profi Christoph Metzelder, der in der kommenden Saison für Schalke 04 spielt.

Zufriedene Kunden sind für Sky lebenswichtig: Der Bezahlkanal schleppt Nettoschulden in Höhe von knapp 140 Millionen Euro mit sich herum und schrieb im ersten Quartal rote Zahlen. Der Verlust nach Steuern betrug 97 Millionen Euro. Zugleich stagniert die Zahl der Abonnenten bei knapp 2,5 Millionen. Wie und ob es mehr werden, ist völlig offen. Allerdings konnte Sky im ersten Quartal den Umsatz pro Kunden dank neuer Angebote und Preise im Vergleich zum Vorjahresquartal um vier Euro auf 28,85 Euro im Monat steigern. Sky-Vorstands-Chef Brian Sullivan, der seit April an der Spitze des Konzerns steht, setzt daher derzeit mit einer Technikoffensive besonders auf bestehende Kunden. So bietet er Sport-Paket-Abonnenten etwa eine App für Apples iPad an, mit deren Hilfe das WM-Programm auch auf dem schicken Flachrechner läuft.

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