Medien: Ex-Condé-Nast-Europachef Runge wird Chef von Londoner Auktionshaus

Medien: Ex-Condé-Nast-Europachef Runge wird Chef von Londoner Auktionshaus

Der ehemalige Europachef des Verlagshauses Condé Nast, der deutsche Medienmanager Bernd Runge, 47, wechselt die Branche und heuert im März als neuer Vorstandsvorsitzender (CEO) beim internationalen Auktionshaus Phillips de Pury & Company in London an. Das erfuhr die WirtschaftsWoche aus Unternehmenskreisen.

Runge hatte Ende vergangenen Jahres seinen Posten als Europachef von Condé Nast nach elf Jahren verlassen mit der Begründung, er wolle "eine Pause machen". Condé Nast veröffentlicht Hochglanzmagazine wie "Vogue", "GQ", "Architectural Digest" und "Vanity Fair". Im Februar 2007 startete die deutsche Ausgabe von "Vanity Fair".

Neben dem Deutschland-Geschäft hatte Runge für das New Yorker Verlagshaus als Vice President International auch das Osteuropa-Geschäft aufgebaut und verantwortete 26 Titel in zehn Ländern. So startete der Verlag unter Runge etwa die russische Ausgabe der Modezeitschrift  "Vogue".

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Eine Sprecherin des Auktionshauses Phillips de Pury in London wollte die Nachricht zwar zunächst nicht kommentieren, kündigte aber für die "kommenden Wochen" eine offizielle Mitteilung an.

Das renommierte Haus, das vor allem auf zeitgenössische Kunst, Design und Fotografie spezialisiert ist, hatte im vergangenen November einen Jahresumsatz für 2008 mit Auktionen in Höhe von 247 Millionen Dollar gemeldet. Im Oktober vergangenen Jahres hatte der russische Luxusgüter-Importeur Mercury Group einen Mehrheitsanteil an dem Unternehmen übernommen.

Der gebürtige Rostocker Runge, der als Verlagsmanager auch für den Jahreszeiten-Verlag sowie für Gruner+Jahr gearbeitet hatte, hatte vor der deutschen Wiedervereinigung als Korrespondent für die DDR-Nachrichtenagentur ADN gearbeitet. 2004 war nach Auswertung der sogenannten Rosenholz-Datei der Birthler-Behörde bekannt geworden, dass Runge bis 1989 als inoffizieller Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR gearbeitet haben soll.

Die Staatssicherheit soll ihn unter dem Decknamen IM Olden geführt haben. Sie soll ihn den Angaben zufolge während seines Studiums in Moskau angeworben haben.

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