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Medien: Murdoch stampft sein Skandalblatt ein

von Peter Steinkirchner

Die Nachricht ist ein echter Paukenschlag: Rupert Murdoch stampft sein Boulevardblatt „News of the World“ ein. Warum Murdoch in diesem Fall so rigoros vorgeht.

Die Ausgabe der «News of the Quelle: dpa
Die Ausgabe der «News of the World» vom 03.07.2011 liegt am Donnerstag (07.07.2011) auf einem Schreibtisch in Berlin. Nach dem Abhörskandal bei dem britischen Boulevardblatt wird die Zeitung eingestellt. Quelle: dpa

Die Sonntagszeitung, die sich in England mit zahllosen Schlüssellochgeschichten und Skandalstories einen beinahe legendären Ruf als meist ebenso schlüpfriges wie skrupelloses Machwerk erschrieben hat, erscheint an diesem Sonntag zum letzten Mal – nach 168 Jahren.

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Das Aus für das Gossenblatt, das seit 1969 zum weltumspannenden Medienreich von Murdochs Unternehmen News Corp gehört, kommt alles andere als freiwillig – News of the World, seit Jahren schon Gegenstand scharfer Kritik, steht in den letzten Tagen im Mittelpunkt eines sich immer weiter verschärfenden Justiz- und Presseskandals: Reporter der Zeitung sollen sich 2002 nach der Ermordung eines 13-jährigen Mädchens Zugang zum Anrufbeantworter des Verbrechensopfers verschafft und dort Nachrichten gelöscht haben.

Promis und Opfer abgehört

Damit sollen sie in die Ermittlungen der Polizei eingegriffen und der Familie des Mädchens über einen längeren Zeitraum vorgetäuscht haben, ihr Kind sei noch am Leben. Längst nicht der einzige Fall: Seit sechs Jahren schon steht das Blatt in der Kritik, weil es sich auch mit Hilfe von Privatdetektiven Zugang zu Mobiltelefonen von Berühmtheiten wie Schauspieler Jude Law und Politikern verschafft haben soll.

Übernahmepläne in Gefahr

Dass nun – offenbar initiiert von James Murdoch, dem Sohn und designierten Nachfolger von Rupert Murdoch an der Konzernspitze – das Aus für das Revolverblatt beschlossene Sache ist, liegt jedoch weniger an plötzlicher Einsicht, dass solcherlei Methoden in der Presse nichts zu suchen haben. Sondern sie sind vielmehr der verzweifelte Versuch, auf einem völlig anderen Feld wieder Boden gut zu machen: News Corp bemüht sich seit Jahren um die vollständige Übernahme des englischen Fernsehkonzerns British Sky Broadcasting (BSkyB), dem in Deutschland die Mehrheit am Bezahlsender Sky gehört.

Dazu braucht News Corp das OK der englischen Regierung. Das steht bislang noch aus, obwohl Murdochs Lager bereits zugestimmt hatte, den Nachrichtenkanal Sky News abzuspalten. Der Skandal, so die Befürchtung im Murdoch-Lager, könnte die Übernahmepläne für die verbleibenden 60,9 Prozent an BSkyB torpedieren.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 11.07.2011, 01:59 UhrAnonymer Benutzer: FRANCE24.com = MAFFIA

    France24.com hat NiCHT vom grössten Atomunfall in Tricastin berichtet - KEiN WORT...



    Centrale de Nucleaire Tricastin EXPLOSiON 2nd July 2011 - 2 Photos von Twitter



    Centrale de Nucleaire Tricastin EXPLOSiON 2nd July 2011 - Video
    http://temoins.bfmtv.com/fr/videos/info/2011-07-02/21621/images-inedites-de-l-incendie-a-la-centrale-nucleaire-du-tricastin.html

  • 09.07.2011, 19:29 UhrAnonymer Benutzer: Wegweiser

    Leider sind bei sehr sehr vielen Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland und in Europa der Qualitätsstandard und das Anspruchsniveau gewaltig abgesunken, oft in einem sehr erschreckendem Ausmass. Niveau wird durch eine politische intension ersetzt und das Meinung den Redakteuren klar vorgegeben. Abweichungen werden grundsätzlich nicht toleriert und rigoros unterbunden. Ebenso bei den elektronischen öffentlich-rechtlichen Anstalten, diese werden von den massgeblichen politischen Parteien vollkommen kontrolliert und der Programminhalt wird dem jeweiligen politischen Grusto angepasst. Auch hier zählt in erster Linie die Treue zur jeweiligen Partei.

    Der gesamte Journalismus steckt in einer Glaubwürdigkeitskrise, da dieser politisch angepasst worden ist. Durch das internet ist jedoch nun eine unliebsame Konkurrenz entstanden, die schonungslos die Defizite und Mißstände aufdeckt und Veränderungen erzwingt und bewirkt. besonders in Krisensituationen, bei denen keine politische öffentliche Meinungsformung bei der bevölkerung mehr möglich ist.

  • 08.07.2011, 12:55 UhrAnonymer Benutzer: Charly

    Angeblich hat der Grossverbrecher Murdoch von diesen Machenschaften wieder mal nichts gewusst.

    Wer glaubt denn sowas???
    Solche Machenschaften haben doch System und sind immer von oben abgesegnet.
    Angeblich kooperiert er jetzt wieder mal mit den Untersuchungsbehörden. immer die gleichen Sprüche von diesen Gangstern. Erinnert irgendwie an Telekom und Co.

    Warum ist Murdoch nicht in Untersuchungshaft?

    Solche Typen sind der Abschaum der heutigen Zeit.

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