Medien: ProSiebenSat.1 verkauft N24 ans Management

Medien: ProSiebenSat.1 verkauft N24 ans Management

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N24 Media GmbH - Deutschlands größter unabhängiger Informationsproduzent entsteht. Dr. Torsten Rossmann - Vorsitzender der Geschäftsführung N24 Media GmbH, N24 Gesellschaft für Nachrichten und Zeitgeschehen mbH und MAZ&MORE TV-Produktion GmbH und Stefan Aust - Geschäftsführer New Business N24 Media GmbH . Quelle: "obs/N24 Media GmbH"

von Peter Steinkirchner

Mit dem Verkauf von N24 an das Management und Ex-Spiegel-Chef Stefan Aust wird die ProSieben Sat.1-Gruppe in Sachen Nachrichten zum Potemkinschen Dorf.

Denn wenn, wie die Beteiligten heute bekannt gaben, N24-Geschäftsführer Thorsten Rossmann  gemeinsam mit Aust und dem Fernsehproduzenten Thorsten Pollfuß den Nachrichtenkanal übernehmen, soll der bis Ende 2016 sämtliche Nachrichtenformate von Sat.1, ProSieben und Kabel Eins bestücken.

Das sind zwar nicht sehr viele – unlängst hatten die Landesmedienanstalten die Gruppe noch dafür kritisierte, den Anteil von Nachrichten am Programm drastisch nach unten gefahren zu haben.

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Von 220 Stellen sollen mehr als 70 gestrichen werden

Doch das, was nach vollzogener Übernahme noch an News auf den Kanälen der Münchner Senderfamilie läuft, kommt dann auch noch von Dritten.

Lediglich die Moderatoren der News-Formate von Sat.1 und Co. bleiben noch beim börsennotierten RV-Riesen direkt angestellt. Die Kulissen, in denen sie agieren, gehören schon N24. N24-Chefredakteur Peter Limbourg etwa wechselt unter dem bombastischen Titel Senior Vice President Nachrichten & Politische Information zu ProSieben Sat.1, bleibt aber Moderator der "Sat.1 Nachrichten".

Offenbar ein König ohne Land – denn auch das Sat.1-Frühstücksfernsehen und das Sat.1-Magazin sollen mindestens bis Mitte 2014 von N24 produziert werden.

Für zahlreiche Mitarbeiter des Senders N24 dagegen bedeutet die Entscheidung für den Verkauf an Rossmann und Aust den Verlust ihres Arbeitsplatzes. In einer Mitteilung der neuen N24 Media GmbH ist bereits die Rede von "umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen" im zweiten Halbjahr 2010.

Von rund 220 Stellen, von denen die N24-Geschäftsführung mit Stand 1. September ausgeht, sollen demnach voraussichtlich 72 gestrichen werden. Der Sender solle nach der Restrukturierung mit knapp 140 Stellen auskommen.

Noch Ende Mai hatte sich der Betriebsrat von N24 aus Sorge um die Streichpläne gegen einen Verkauf des Senders gewandt.

ProSieben Sat.1 wird der Verkauf von N24 nach eigenen Angaben Kosten von bis zu 41 Millionen Euro entstehen. Außerdem fallen Abschreibungen auf Anlagegüter in Höhe von bis zu zwölf Millionen Euro an. Insgesamt rechnet die TV-Gruppe jedoch ab 2011 mit einer jährlichen Verbesserung des Gewinns vor Steuern, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von mehr als 25 Millionen Euro.

Neben der Kombi Rossmann/Aust waren auch weitere Bieter für N24 im Gespräch gewesen, darunter der TV-Produzent Jan Mojto und der russische Investor Dmitrij Lesnewski.

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