Kommentare zu: Schwindende Vielfalt auf dem Zeitungsmarkt

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6 Kommentare
  • 13.02.2009, 14:45 UhrAnonymer Benutzer: Martin

    Noch schlimmer ist, daß alle Verleger fertige Artikel bei nur wenigen Agenturen kaufen. Selbst in den Zeitungen verschiedener Verlage tauchen eine Vielzahl (fast) identischer Artikel auf. Die Zeitungen und auch internet-Seiten unterscheiden sich mehr durch die Auswahl der Artikel, z.b. durch Weglassen politisch unliebsamer Themen. Von Pressevielfalt, wenn nicht sogar von Pressefreiheit kann man leider immer weniger reden. Stattdessen macht sich aufgrund von Sparzwängen in den Redaktionen eine gleichgeschaltete Medienlandschaft breit. in den Auswirkungen ist der Vorgang ähnlich beängstigend wie in den ehemals kommunistischen Staaten.

  • 13.02.2009, 17:46 UhrAnonymer Benutzer: Vates

    Man kann Martin nur zustimmen und Wiwo beglückwünschen. Ein eigenes redaktionelles Profil anstelle standardisierter Agenturmeldungen zeichnet eine gute Zeitung aus.

  • 14.02.2009, 17:10 UhrAnonymer Benutzer: Beobachter

    Die Wirtschaftswoche gehört über die Verlagsgruppe Handelsblatt zur Verlagsgruppe Holtzbrinck und gehört damit den Milliardären Stefan von Holtzbrinck und seiner Schwester Monika Schoeller.

  • 15.02.2009, 12:04 UhrAnonymer Benutzer: Thomas Mrazek

    Wurde die Münchner "tz" vergessen?

  • 15.02.2009, 12:27 UhrAnonymer Benutzer: JF

    Fuer englisch Lesende alles halb so schlimm. immerhin gibt es dank
    internet die Moeglichkeit sich die Nachrichten der celebrities
    direkt bei den amerikansichen Leitmedien zu holen, weitaus
    heisser ausserdem:
    www.lifeandstylemag.com
    www.variety.com
    www.people.com
    www.nationalenquirer.com
    www.hollywoodreporter.com (dieser hat viel aus der Filmindustrie)

  • 15.02.2009, 12:54 UhrAnonymer Benutzer: Mittelalter ist vorbei

    Zeitungen, aber auch Einzelhandel und viele andere Sparten werden durch die informationstechnik hinweggefegt werden. Das gigantische, weltweite Online-Angebot an informationen (Zeitungen, ebenso wie Waren) wird das alte System substituieren.

    Viele haben nicht verstanden, daß ihre Uhr abgelaufen ist.

    Wer auf der Höhe der Zeit ist, hat seine Lesezeichen für alle interessierenden Zeitungen der Welt, kann kostenlos von China bis ins letzte US-Dorf unter Abertausenden auswählen und wird dabei die dpa-Germanisten eher dort liegen lassen, wo sie stehen: links-orthodox. Man braucht sie nicht. Der Untergang des brockhaus ist ein gutes beispiel.

    Heute hat man ganz wenige, ideologiefreie Online-Journalisten, die nicht belehren dürfen, die aber die Gabe haben müssen, Diskussionen anzustoßen, damit die klickzählerbasierten Werbeeinnahmen in den Foren laufen.

    Das Manipulieren der Menschen mittels der Presse ist wegen der Foren unmöglich. Die Menschen sind vernetzt und Lügen fliegen heute sofort auf. Wer als Portal zensiert, ist geschäftlich tot, hat keine Einnahmen und wird arbeitslos.

    Mächtig sind heute diejenigen, die die Technik erfinden. Danach kommen diejenigen, die sie wenigsten anwenden können. Verlierer der Revolution sind die Narren und Klüngelkreise, die weiter auf Nachrichtenbeeinflussung bis hin zur virtuellen inquisition setzen. Sie haben nicht verstanden, daß das Mittelalter durch die informationstechnik endgültig zerschlagen wurde und die Menschen längst befreit hat.

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