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Medienbericht: Iraner prüfen Transrapid-Strecke für Pilger-Transporte

von dpa

Neue Chance für das deutsche Hochtechnologie-Vorzeigeprojekt Transrapid: Der Iran prüft den Bau einer 850 Kilometer langen Transrapid-Strecke, um Pilger in knapp drei Stunden von Teheran nach Maschhad zu bringen. Ein Münchner Ingenieurbüro erstellt nun eine Machbarkeitsstudie.

Die Vorbereitungen für die Verlängerung der Transrapidstrecke in Schanghai haben begonnen,  AP
Die Vorbereitungen für die Verlängerung der Transrapidstrecke in Schanghai haben begonnen, Foto: AP

Die Münchner Ingenieurfirma Regierungsbaumeister Schlegel hat nach eigenen Angaben vor wenigen Wochen den Auftrag erhalten, eine Machbarkeitsstudie für das Projekt zu erstellen. „Wenn es zur Ausführung käme, wäre das weltweit die längste Transrapid-Strecke, die je im Gespräch war und der Durchbruch für die Technologie“, sagte Geschäftsführer Harald Späth am Dienstag in München und bestätigte damit einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“. Ziel sei es, 12 bis 15 Millionen Pilger im Jahr vom Großraum Teheran nach Maschhad zu bringen. Bisher seien auf dieser Strecke Busse unterwegs, die zwei Tage brauchten. Die iranische Regierung hat nach Darstellung des Ingenieurbüros Schlegel 1,5 Milliarden Dollar (rund 1,1 Milliarden Euro) als Anschubfinanzierung für die Transrapidstrecke bereitgestellt. Iran hoffe auf private Mitfinanziers, sagte Späth. „Es gibt viele reiche Menschen im Iran.“ Projekt wurde vor drei Jahren eingefädelt Angesichts der Ölvorräte des Landes sei die Finanzierung nicht das vorrangige Thema. Die Auftraggeber aus dem Iran haben sich nach Angaben von Späth sowohl auf der Transrapid- Teststrecke im Emsland als auch in Schanghai ein Bild von der Technik gemacht. Mit der Machbarkeitsstudie soll geklärt werden, was der Bau der Strecke im Iran kosten würde. Die Studie soll nach Worten von Späth in 12 bis 18 Monaten abgeschlossen sein. Das Projekt hatte der frühere bayerische Wirtschaftsminister Otto Wiesheu während eines Iran-Besuchs vor rund drei Jahren eingefädelt. „Wir haben seinerzeit über Infrastruktur-Projekte geredet“, sagte Wiesheu, der inzwischen im Vorstand der Deutschen Bahn ist, der Zeitung. „Es wäre schön, wenn sich das jetzt auszahlen würde.“ Den Bau der Strecke hält Wiesheu trotz des Atomkonflikts mit dem Iran für machbar. „Der Transport von Pilgern im Iran ist sicherlich kein Projekt, das politischen Boykottmaßnahmen unterläge.“ Iran-Projekt brächte Schub für andere Transrapid-Trassen Auch für die Münchner Transrapid-Strecke könnten die Pläne im Iran Wiesheu zufolge hilfreich sein. In verschiedenen Ländern würden Transrapid-Projekte diskutiert. „Die warten alle darauf, dass in Deutschland endlich etwas vorwärts geht.“ In China musste der geplante Ausbau der Transrapidstrecke von Schanghai in das benachbarte Hangzhou nach monatelangen Protesten von Anwohnern gerade erst gestoppt werden. In Deutschland wird seit Jahren über den Bau einer Strecke zwischen dem Münchner Flughafen und dem Hauptbahnhof diskutiert.

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5 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 03.04.2008, 21:31 UhrAnonymer Benutzer: Irani

    Wir brauchen keine Transrapid-Strecke für Pilger, wir brauche Freiheit für die iraner

  • 31.03.2008, 01:38 UhrAnonymer Benutzer: BolBol

    Der Artikel ist vom 29.05.2007 soviel dazu...Und mittlerweile weiß man dass die Frau Merkel dieses Geschäft abgelehnt hat..

  • 30.03.2008, 16:13 UhrAnonymer Benutzer: sam

    ich sehe in den Kommentaren ofters,wie man Araber und iraner als ein Volk bezeichnet.
    ich möchte nur erwähnen;dass iraner keine Araber sind.Die iraner sind indoeuropäer,und sprechen persisch,und haben ednologisch gesehen nichts mit den Arabern zutun.
    Die iraner sind nur von den Arabern vor 1400 Jahren mit dem Schwert zu dem islam gezwungen worden.

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