Mehr Übergriffe: Piraterie wird zum Milliardengrab

Mehr Übergriffe: Piraterie wird zum Milliardengrab

von Christian Schlesiger und Thomas Stölzel

Die Entführung des griechischen Öl-Supertankers „Irene SL“ markiert einen tragischen Rekord: Immer brutaler gehen die Piraten vor Somalias Küste vor. Welche Kosten auf die Seeschifffahrt zukommen.

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Seefahrer werden derzeit von Piraten gefangen gehalten. Die US-Denkfabrik One Earth Future (OEF) beziffert die Kosten der Piraterie allein für 2010 auf fünf bis neun Milliarden Euro. Die Seeräuber werden zudem immer  gieriger: Forderten sie 2005 durchschnittlich 110.000 Euro pro Schiff, verlangen sie heute vier Millionen Euro. Insgesamt mussten die Reeder 2010 rund 175 Millionen Euro Lösegeld zahlen.

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Millionen Euro kosten die Schutz- und Abwehreinrichtungen, mit denen ein typischer Frachter versucht, Angriffen von Piraten vorzubeugen. So verfügen heute viele Schiffe über eine gepanzerte Brücke und über gepanzerte Schutzräume, die Betten, Toiletten und eine autonome Klimaanlage besitzen. Ausgestattet werden Schiffe heute zudem mit Wasserkanonen und Stacheldraht, was Piraten daran hindern soll, an Bord zu gelangen.

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Euro teurer ist ein Schiff im Jahr, wenn es unter deutscher Flagge statt unter einer Billigflagge aus Liberia oder den Marshallinseln fährt. Grund sind vor allem höhere Personalkosten, die sich aus der Schiffsbesetzungsverordnung ergeben: Mindestens fünf Seeleute müssen auf einem großen deutsch geflaggten Handelsschiff aus Europa kommen. Kompetenzgerangel zwischen Bundespolizei und Marine erschwert derzeit schnelle Hilfe für gekaperte Schiffe.

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