Merckle-Erbe: Kässbohrer vor Verkauf

Merckle-Erbe: Kässbohrer vor Verkauf

Ludwig Merckle, Sohn des verstorbenen Firmenpatriarchen Adolf Merckle, soll sich vom Pistenbully-Hersteller Kässbohrer trennen.

Der Hinweis ist ungewöhnlich: Das Unternehmen habe nichts mit den Schwierigkeiten „im Umfeld“ des Großaktionärs zu tun, schreibt Kässbohrer auf seiner Internet-Seite. Der Hersteller von Pistenbullys wird zwar von Ludwig Merckle, dem ältesten Sohn des verstorbenen Adolf Merckle, kontrolliert. Aber selbst als sich die Probleme der Merckle-Gruppe zuspitzten, galt eine Trennung von Kässbohrer als unwahrscheinlich. Nun ist aus Branchenkreisen zu hören, dass schon konkrete Vorbereitungen für einen Verkauf laufen. Nachdem sich die Veräußerung der weiteren Unternehmen aus dem Merckle-Erbe (Ratiopharm, Phoenix, HeidelbergCement) weiter hinzieht, drängen Merckles Gläubigerbanken nun offenbar auf den Verkauf des Pistenbully-Herstellers. „Spekulationen kommentieren wir nicht“, erklärt eine Merckle-Sprecherin dazu. Kässbohrer-Finanzvorstand Alexander Schöllhorn kann weder dementieren noch bestätigen, dass ein Verkauf geplant ist. Der Vorstand beabsichtige aber, sich dazu in wenigen Tagen Klarheit zu verschaffen. „Wir werden so schnell wie möglich mit dem Eigentümer Gespräche führen“, so Schöllhorn.

Kässbohrer (Umsatz: 176 Millionen Euro) gehört zu 89 Prozent der LuMe Vermögensverwaltung – hinter der sich Merckle-Sohn Ludwig verbirgt. Der LuMe-Anteil an Kässbohrer ist etwa 135 Millionen Euro wert.

Anzeige
Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%