Merckle-Imperium: Merckle-Erbe: Verkauf beginnt noch im Mai

Merckle-Imperium: Merckle-Erbe: Verkauf beginnt noch im Mai

Der Erbe Ludwig Merckle kommt beim Verkauf von Ratiopharm voran. In der kommenden Woche soll eine Bank mit der Veräußerung des Generikaherstellers beauftragt werden.

Als Alleinerbe des verstorbenen Unternehmers Adolf Merckle ist sein ältester Sohn Ludwig Merckle seit vergangener Woche Herr über ein Firmengeflecht, das ebenso unübersichtlich wie hoch verschuldet ist. Was ihm davon bleibt, wird sich bald zeigen. Denn schon in der kommenden Woche soll eine Bank mit dem Verkauf des Generikaherstellers Ratiopharm beauftragt werden, heißt es in Finanzkreisen. Zu den Kandidaten zählen unter anderem Sal. Oppenheim, die Royal Bank of Scotland und die Deutsche Bank. Der Verkaufsprozess soll demnach noch in diesem Monat beginnen. Interessiert, so heißt es in Verhandlungskreisen, sind mehrere Pharmahersteller und zwei Finanzinvestoren. Letztere sollen aber nur geringe Chancen haben. Für sie dürfte der Preis zu hoch sein.

Dagegen stockt inzwischen der Verkauf des Mehrheitsanteils am Zementhersteller Heidelcement. Grundsätzlich interessierte Finanzinvestoren wie die US-Bank Goldman Sachs und PAI aus Frankreich haben von den Banken finanzielle Zugeständnisse verlangt, zu denen diese nicht bereit sind. Fast alle Unternehmen, die als Käufer in-frage kämen, seien selbst zu hoch verschuldet, um eine derart große Übernahme zu stemmen. Am schnellsten dürfte der Verkauf des Laupheimer Pistenbully-Bauers Kässbohrer über die Bühne gehen. Hier wird bereits im Sommer mit einer Entscheidung gerechnet. Es soll mehrere Interessenten geben.

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