Metro: Kandidaten für Cordes-Nachfolge

Metro: Kandidaten für Cordes-Nachfolge

von Mario Brück, Henryk Hielscher und Gerhard Bläske

Externer, Rückkehrer oder Übergangslösung? Die Kandi‧daten auf der Shortlist für die Nachfolge von Metro-Chef Eckhard Cordes eint eines: Fast alle haben Expertise im Handel zu bieten.

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Eckhard Cordes

Die Suche ist schwierig nach einem neuen Chef für den Düsseldorfer Handelsriesen mit den Vertriebslinien Metro Cash & Carry, MediaMarkt/Saturn, Real und Galeria Kaufhof, 280 000 Mitarbeitern und 67 Milliarden Euro Umsatz: Gute Handelsmanager sind dünn gesät und meist bei ihrem jetzigen Arbeitgeber gebunden. Die schwierige Eigentümerstruktur – 60 Prozent der börsennotierten Metro gehören den Großaktionären Haniel, Beisheim und Schmidt-Ruthenbeck –, die auch Cordes zu schaffen machte, erleichtert die Sache nicht. Anfang November trifft sich der Aufsichtsrat zur nächsten Sitzung und wird sicher auch über die Nachfolge beraten. Welche Kandidaten haben Personalberater herausgefiltert, welche drängen sich intern auf? Was haben sie bisher geleistet, und wie gut sind ihre Chancen auf den Chefsessel bei Metro?

Das Multitalent

An seinem Dialekt herauszuhören, was für ein Landsmann Thomas Martin Hübner ist, ist nicht einfach. Seine Wiege stand im österreichischen Kärnten, eingeschult wurde er im Schweizer Kanton Graubünden. Österreichische, schweizerische und deutsche Idiome haben sich beim polyglotten Schweizer Staatsbürger gleichmäßig vermengt. Der 53-Jährige stammt aus einer Hoteliersfamilie. Ansporn genug für Hübner, um nach dem Abitur und der Grundausbildung in der Schweizer Armee auf die Hotelfachschule in Lausanne zu gehen. Seine Lehrer fanden, dass er sich zu viel um Sport und zu wenig um die Ausbildung kümmere – Vorwürfe, die er sich auch schon während der Internatszeit hatte anhören müssen. Dort hatte sein Müßiggang zum Rauswurf geführt.

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Oberhaupt der Cash & Carry-Sparte

Hübner wechselte auf eine Hotelfachschule in Zürich, die er mit Bravour absolvierte, und bekam eine Stelle in einer Nobelherberge in Gstaad. Nach verschiedenen Stationen in der Hotellerie wechselte er ins Osteuropa-Management des Bulettenbraters McDonald’s, führte anschließend den Schweizer Gastro-Großhändler Prodega und heuerte im Sommer 2000 bei Metro an. Dort stieg er zwei Jahre später zum Oberhaupt der Cash & Carry-Sparte auf und machte vor allem mit der Expansion nach Osteuropa und Zentralasien auf sich aufmerksam.

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