Michael Ducker im Interview: "Die Produktion scheint weltweit wieder anzulaufen"

Michael Ducker im Interview: "Die Produktion scheint weltweit wieder anzulaufen"

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FedEx-Auslieferung

Michael Ducker, Chef fürs Internationale beim US-Expressversender FedEx, über die Konjunktur und seine Deutschland-Pläne.

WirtschaftsWoche: Herr Ducker, FedEx baut für 140 Millionen Euro gemeinsam mit dem Kölner Flughafen ein neues Frachtdrehkreuz. Können Sie den Zeitplan trotz Krise halten?

Ducker: Im Sommer 2010 eröffnen wir das 50.000 Quadratmeter große Areal. Dabei bleibt es.

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Als Paketdienst spüren Sie früh, wie es um die Weltwirtschaft steht. Geht’s aufwärts?

Es gibt Länder, die entwickeln sich sehr gut. Indiens Wirtschaft etwa wird 2009 wachsen. Auch sind wir optimistisch, dass die Trendwende in der zweiten Jahreshälfte beginnen könnte. Erste Anzeichen dafür gibt es: Der Abschwung scheint sich abzuschwächen, und das von uns international transportierte Volumen ist verglichen zum Vorquartal nicht weiter gesunken. Die Produktionen scheinen also weltweit wieder anzulaufen.

In Europa ist FedEx Im Vergleich zu DHL und UPS deutlich kleiner. Wie wollen Sie aufholen?

Wir entwickeln unser Angebot weiter. Seit einem Jahr bieten wir einen erweiterten Übernacht-Service für Sendungen aus Europa an die US-Ostküste an. Unsere Stärke ist und bleibt also der transatlantische und interkontinentale Transport von geschäftlichen Sendungen, auch wenn wir gern mal Sendungen von Privatkunden übernehmen.

In Amerika können Kunden Sendungen in den Kopiershops Fed-ExOffice aufgeben. Planen Sie auch in Deutschland Paketshops?

Derzeit nicht. Aber wenn wir erkennen, dass der Kunde dies wünscht, werden wir reagieren.

Der Kunde wünscht sich derzeit vor allem geringe Versandkosten. 

Ja, und daran arbeiten wir. In den USA, Kanada, Indien und 13 asiatischen Ländern bietet FedEx seit Kurzem einen abgespeckten internationalen Service an. Die Sendung ist etwas länger als bisher unterwegs, dafür ist der Versand billiger.

Wie viel spart der Kunde dabei?

Der Preis variiert grundsätzlich je nach Markt, Kunde, Gewicht und Ziel der Sendung. Ein Beispiel: Beim Transport einer 20-Kilogramm-Sendung von Mumbai in Indien nach Frankfurt beträgt der Preisunterschied etwa 20 Prozent.

Das gibt es also bald auch in Deutschland? 

Wir haben hier noch keine Entscheidung getroffen, die wir kommunizieren können. Doch wahrscheinlich ist auch hier ein solches Angebot sinnvoll.

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