Das Wachstumsgeschäft liegt im Mobilfunk, wo der Nutzer beim Telefonieren über die Smartphone-Apps von Skype noch richtig Geld sparen kann, besonders bei Reisen ins Ausland. Auch das Videogeplauder via Handy gilt als Wachstumsgeschäft: Hier kann Skype über Werbung Geld verdienen.
Doch den Mobiltelefongesellschaften gefällt das nicht. Sie verlieren durch Skype Umsatz bei den Gesprächsminuten und riskieren, dass ihre Netze durch die Videotelefonie überlastet werden. Ballmers Kalkül, mit dem Einbau von Skype sein Handy-Windows populärer zu machen, könnte so nach hinten losgehen: Denn um im wichtigen Smartphone-Markt eine Chance gegen Apples iPhone und Google mit seiner Armada von Android-Geräten zu haben, ist er auf das Wohlwollen der Telefonkonzerne angewiesen. "Die sind der wichtigste Vertriebskanal zum Kunden", sagt Mark Winther vom US-Marktforscher IDC. "Wenn Microsoft Skype in seinen Handys zu sehr vorantreibt, könnte das die Carrier vergrätzen."
Stolperstein Integration
Ein weiterer Stolperstein ist die Integration von Skype in Microsoft. Um das Potenzial aus der Übernahme heben zu können, müssen Ballmer und Bates einen schwierigen Spagat üben – vor allem zwischen der Microsoft-Entertainmentsparte mit dem Xbox-Geschäft und der auf Geschäftskunden ausgerichteten Office-Sparte. "Bates könnte von den gegenläufigen Interessen aufgerieben werden, weil die Skype-Software nicht in alle Microsoft-Produkte gleichzeitig eingebaut werden kann", sagt der amerikanische IT-Analyst Daniel Rasmus. Schlimmstenfalls könnte Skype komplett in einer der Microsoft-Sparten aufgehen, ohne in die Produkte der anderen integriert zu werden.
Es ist vor allem Ballmers Aufgabe, das zu verhindern. Er wurde schon mal verlacht, als er im Oktober 2007 240 Millionen Dollar für einen 1,6-Prozent-Minianteil an Facebook auf den Tisch blätterte, was 15 Milliarden Dollar Bewertung entsprach. Heute wird Facebook mit mindestens 60 Milliarden Dollar bewertet – Microsofts Investment hat sich demnach glatt vervierfacht.
Mehr noch: Möglicherweise hat Ballmer dadurch jetzt sogar noch einen weiteren Trumpf im Ärmel – wenn nämlich Facebook dereinst Skype als bevorzugten Chat- und Videodienst einsetzen würde.














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Alle Kommentare lesen17.05.2011, 02:05 UhrAnonymer Benutzer: Ratz
Der Schuß dürfte nach hinten los gehen. Wer sich in Skype angemeldet hat, hat dies ausschließlich getan, um nicht über MS-Tools kommunizieren zu müssen. ich hab schon ein neues, nicht MS-Tool, statt Skype.