Microsoft : Die Risiken der Skype-Übernahme

Microsoft : Die Risiken der Skype-Übernahme

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Microsoft-Chef Steve Ballmer (l) und Skype-Chef Tony Bates (r)

Der weltgrößte Softwarekonzern geht mit dem milliardenteuren Kauf des Internet-Telefondienstes Skype ein hohes Risiko ein.

Am Dienstag vergangener Woche war Microsoft-Boss Steve Ballmer in seinem Element, als er um acht Uhr morgens im Four Seasons Hotel in San Francisco vor die Presse trat. Sein Begleiter: Skype-Chef Tony Bates. Kurz zuvor hatten beide Unternehmen verkündet, dass Microsoft den Internet-Telefondienst für 8,5 Milliarden Dollar schlucken werde – die größte Übernahme in der 36-jährigen Geschichte von Microsoft. "Skype mit diversen Microsoft-Produkten zu verknüpfen, bietet ein gewaltiges Umsatzpotenzial", jubelte Ballmer.

In der Tat könnte die Integration der Telefon- und Videofunktionen von Skype in das Office-Softwarepaket, Microsofts Spielekonsole Xbox oder die Handyplattform Windows Phone den Absatz der Geräte beflügeln und teils auch neue Produkte ermöglichen. So könnte Microsoft etwa seine Xbox-Bewegungssteuerung Kinect, die mit Gesten-Erkennung arbeitet, mithilfe von Skype zu einem Heim-Videokonferenzsystem ausbauen.

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Mehrheit der Skype-Nutzer kommuniziert kostenlos

Doch Ballmer geht mit dem Deal ein hohes Risiko ein. 8,5 Milliarden Dollar sind eine mehr als satte Bewertung für ein Unternehmen, das 2010 bei 860 Millionen Dollar Umsatz rund sieben Millionen Dollar Verlust machte. Google, so will der amerikanische IT-Blog Techcrunch wissen, wollte maximal vier Milliarden Dollar berappen. "Wegen der Höhe der Kaufsumme und des Risikos der Integration sehen wir den Kauf negativ", gibt Analyst Jim Yin von Standard & Poor’s zu bedenken.

Zwar wird Skype in diesem Jahr wahrscheinlich mehr als eine Milliarde Dollar umsetzen und ist weit bekannter als Konkurrenzangebote wie Google Voice und Google Talk. Rund 170 Millionen Menschen nutzen Skype weltweit, die große Mehrheit kommuniziert aber kostenlos von PC zu PC. Nur knapp sechs Prozent kaufen Gesprächsminuten, um auch herkömmliche Telefonanschlüsse zu erreichen – Skypes wichtigste Einnahmequelle.

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