Microsoft-Mobile-Chef Berg: "Es muss mit dem Teufel zugehen, wenn wir den Markt nicht verändern"

Microsoft-Mobile-Chef Berg: "Es muss mit dem Teufel zugehen, wenn wir den Markt nicht verändern"

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Der Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland, Achim Berg, spricht am Montag (01.03.2010) auf dem Messegelände in Hannover auf der CeBIT bei der Haupt-Pressekonferenz von Microsoft. Unter dem Themenschwerpunkt "Connected Worlds" - vernetzte Welt, präsentieren etwa 4150 Aussteller aus 68 Ländern auf der weltgrößten Computerfachmesse CeBIT vom 02. bis 06.03.2010 ihre Produkte. Foto: Angelika Warmuth dpa/lni (c) dpa - Bildfunk

von Thomas Kuhn

Wie Microsofts bisheriger Deutschland-Chef das stockende Mobilfunkgeschäft des Windows-Konzerns weltweit auf Trab bringen und wie er sich gegen die Konkurrenz behaupten will.

Herr Berg, Windows Mobile war noch nie der Überflieger unter den Handy-Betriebssystemen. Wie wollen Sie künftig gegen Apples iPhone oder Googles Android-Plattform bestehen?

Mit Windows Mobile waren wir in der Vergangenheit – speziell im Geschäftskundensegment – sehr erfolgreich. Und wenn im Herbst die neuen Windows-Phone-7-Geräte auf den Markt kommen, werden die Karten im Mobilfunkmarkt neu gemischt.

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Microsofts Marktanteil bei Smartphones lag laut Marktforscher Gartner zuletzt hinter Apples iPhone. Wird es keine Mission impossible für Sie?

Wir haben beste Chancen, den Trend umzukehren. Sowohl bei Benutzerführung als auch bei Softwaremodulen – wie der Integration unserer Spieleplattform Xbox – gehen wir ganz neue Wege. Zudem erschließen wir endlich konsequent das Konsumentengeschäft. Da muss es mit dem Teufel zugehen, wenn wir den Markt nicht deutlich für uns verändern.

Wohin wollen Sie denn?

Es gibt zwei große Trends: Zum einen wächst das Geschäft mit Smartphones stark. Zum anderen bleibt auf Dauer kaum mehr als eine Handvoll Anbieter übrig. Unter denen spielen wir mit Sicherheit eine führende Rolle.

Wer bringt die Windows-Phone-7-Modelle nach Deutschland? Ihr einstiger Arbeitgeber, die Deutsche Telekom?

Die Windows-Phones kommen im Herbst. Bei wem, wird noch verhandelt. Die soeben vorgestellten Social-Phones der neuen Kin-Serie gibt es dann bei Vodafone.

Sie sind auch für Microsofts iPod-Konkurrenten Zune zuständig, den es bisher nur in den USA gibt. Kommt er nun auch nach Deutschland?

Ja – als Software auf allen Windows-Phone-7-Telefonen, mit allen Funktionen, bis zur Einbindung eines Musik-Stores. Eigenständige MP3--Spieler haben sich überlebt.

Sie werden nicht nur der einzige Deutsche in Microsofts Top-Management sein...

...seit mehr als zehn Jahren...

...Ihr Posten existierte bisher auch gar nicht. Wie wichtig wird das Mobilgeschäft für Microsoft?

Schon jetzt hat die Sparte für uns höchste Relevanz. Aber wir wollen 2010 noch sehr viel engagierter im Markt auftreten. Genau das werde ich tun.

Ihr Vorgänger als Microsoft-Deutschland-Chef, Jürgen Gallmann, hat nach vier Jahren aufgegeben. Sie gehen nach dreieinhalb Jahren. Was macht den Job in München so unbeliebt?

Bei Microsoft ist es üblich, diese Posten alle fünf Jahre neu zu besetzten. Insofern gehe ich tatsächlich früher als üblich. Aber ich gebe ja nicht auf, sondern wechsle auf einen Führungsjob in die Zentrale. Positiv aufzufallen ist, glaube ich, keine Schande. Wir sind in Deutschland in den vergangenen Jahren – selbst in der Krise – nicht nur stärker als der Wettbewerb gewachsen, sondern haben auch die britischen Kollegen im internen Wettbewerb überholt. Heute ist Deutschland drittgrößter und drittwichtigster Markt für Microsoft weltweit. 

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