Microsoft-Yahoo Übernahmepoker : Yahoo macht sich schick

Microsoft-Yahoo Übernahmepoker : Yahoo macht sich schick

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Yahoo-Werbung in der chinesischen U-Bahn.

Die Internetfirma Yahoo hat einen dicken Fisch an Land gezogen: Yahoo hat Konkurrent Google ausgestochen und wird bei Netzdiensten neuer Partner von T-Mobile in Europa. Muss Microsoft für eine Übernahme von Yahoo jetzt mehr Geld auf den Tisch legen?

Satte 44,6 Milliarden Dollar hatte der US-Softwareriese Microsoft für Yahoo geboten, das sind 30,7 Milliarden Euro. Yahoo ist das zu wenig. Damit wäre das Unternehmen „substanziell unterbewertet“, ließ das Management verlauten. Mit dem T-Mobile-Deal scheint der Konzern diesen Anspruch unterstreichen zu wollen. Experten sehen darin einen Beweis, dass Yahoo - unbeeindruckt von der Milliardenofferte - im hart umkämpften Mobilfunkmarkt weiter an Fahrt gewinnt. T-Mobile hatte bisher einen Vertrag mit Google laufen, der im März endet. Kunden der Telekomtochter können dann Handy-Suchfunktion oneSearch von Yahoo nutzen, um Nachrichten, Bilder und andere Informationen zu suchen. Damit gewinnt Yahoo auf einen Schlag fast 90 Millionen Nutzer zusätzlich. Die Vereinbarung hatten die neuen Partner vergangene Woche unterschrieben.

Schon Ende vergangener Woche war durchgesickert, dass Yahoo die Microsoft-Offerte ablehnt. Kein Grund für Microsoft-Chef Steve Ballmer nicht weiter um Yahoo zu kämpfen. Die negative Reaktion „ändert nicht unseren Glauben an die strategischen und finanziellen Vorzüge unseres Vorschlags“, teilte der Softwareriese mit. Man behalte sich das Recht vor, „alle notwendigen Schritte“ zu unternehmen, um sicherzustellen, dass die Aktionäre von Yahoo die Chance hätten, von dem Übernahmeangebot zu profitieren.

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Es könnte also zu einem langen Übernahmepoker oder gar zu einer feindlichen Übernahme kommen. Analysten gehen davon aus, dass Microsoft sein Angebot um zwischen fünf Milliarden und 12 Milliarden Dollar und damit auf knapp 57 Milliarden Dollar (39 Milliarden Euro) erhöhen könnte. Allerdings könnte Microsoft sein ursprüngliches Angebot auch direkt den Yahoo-Aktionären unterbreiten und so gegen den Willen des Yahoo-Managements um Mitgründer Jerry Yang eine feindliche Übernahme einleiten.

Mit dem Kauf von Yahoo will Microsoft seine Stellung bei Internet-Suchmaschinen und -Werbung gegenüber Marktbeherrscher Google verbessern. Der Internet-Pionier Yahoo gilt seit einiger Zeit als Übernahmekandidat. Erzrivale Google hat Yahoo längst bei den Werbeeinnahmen überholt und nimmt in zwei Monaten so viel Geld ein wie Yahoo in einem ganzen Jahr. Der Gewinn des Unternehmens geht seit Ende 2006 beständig zurück.

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