Millionenzahlungen: Nokia: Streit um Subventionen beigelegt

Millionenzahlungen: Nokia: Streit um Subventionen beigelegt

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Das Bochumer Nokia-Werk ist geschlossen. Jetzt haben sich die Landesregierung und der finnische Hersteller im Streit um die Rückzahlung von Subventionen geeinigt

Der finnische Handyhersteller Nokia und die nordrhein-westfälische Landesregierung haben ihren Streit um Subventionen für das mittlerweile geschlossene Bochumer Nokia-Werk beigelegt.

Nokia zahle 20 Millionen Euro und stelle den Erlös aus dem Verkauf des riesigen Bochumer Werksgeländes zur Verfügung, teilten Nokia und die Landesregierung heute in Düsseldorf gemeinsam mit. Die Mittel sollten eingesetzt werden, um die Region Bochum finanziell zu unterstützen. Dazu wolle auch die Landesregierung 20 Millionen Euro aufbringen.

Mit diesem Kompromiss kommt Nokia gut davon: die Landesregierung hatte von Nokia 60 Millionen Euro Subventionen zurückgefordert, weil das Unternehmen Zusagen bei der Schaffung von Arbeitsplätzen nicht eingehalten habe. Das Ministerium hatte auch mit einer Klage gedroht, falls Gespräche über die Zukunftsperspektiven für den Standort und die Region nicht zufriedenstellend verlaufen würden.

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Beide Seiten erklärten die Auseinandersetzung um diese Thematik nun für offiziell beendet. Ingesamt kostet Nokia die Werksschließung damit deutlich über 200 Millionen Euro. Der Konzern hatte bereits einen Sozialplan für die rund 2300 Bochumer Festangestellten im Volumen von rund 200 Millionen Euro vereinbart. Nokia stimmte der Gründung einer Transfergesellschaft zu, in der arbeitslos werdende Mitarbeiter nach Ablauf der Kündigungsfrist zwölf Monate lang beschäftigt werden können.

Das Werk wurde zum 30. Juni geschlossen, die Beschäftigten waren aber bereits zum 1. Mai freigestellt worden. Nokia will aus Kostengründen die Produktion verlagern, zum großen Teil in ein neues Werk in Rumänien. Die Ankündigung im Januar hatte bundesweit für Proteststürme gesorgt. Mit dem Rückzug von Nokia hat Deutschland als Produktionsstandort für Handys endgültig ausgedient.

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