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Minimalismus par excellence: Mit den neuen Mänteln durch den Herbst

von Marie Mertens Quelle: Handelsblatt Online

Er ist dunkel, windig und verregnet: Freuen können sich auf den Herbst nur die wenigsten. Ein Lichtblick sind die neuen Mäntel. Neben den neuen Formen halten auch wieder die guten alten Klassiker Einzug in die Garderobe.

Rot ist die Farbe der Saison. Die italienische Marke  Benetton widmet der Farbe der Liebe gleich mehrere Teile in der aktuellen Kollektion. Quelle: handelsblatt.com
Rot ist die Farbe der Saison. Die italienische Marke Benetton widmet der Farbe der Liebe gleich mehrere Teile in der aktuellen Kollektion. Quelle: handelsblatt.com

Der Modeherbst muss einiges bieten, um sich gegen die farbenfrohen Kollektionen des Sommers durchsetzen zu können. In dieser Saison gelingt es ihm mit auffälligen Mänteln, die vor allem mit ihrer Vielfalt und einem Scharfsinn für minimalistische Formen überzeugen.

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Die neuen Mäntel reichen mindestens bis zu den Knien, Modemutige können zu knöchellangen Modellen greifen. Während in den vergangenen Jahren strenge, bis ins Detail ausgefeilte Silhouetten den Ton angaben, lösen sich die Designer in dieser Saison von den Modediktaten und spielen mit trapezartigen Formen und figurschmeichelnden Schnitten, wie man sie bereits aus den 1960er Jahren kennt. Der Blick wird so auf die aufwendig ausgearbeiteten Details gelenkt. 

Purismus lautet das Zauberwort, das durch clever eingesetzte Elemente wie dünne Paspeltaschen, Reverskragen oder Zipper zum Ausdruck kommt. Klassikermodelle wie Trenchcoat, Hänger und Dufflecoat feiern ebenso ihr Comeback wie das Cape. Der weite, ärmellose Umhang gilt in den Damenkollektionen als das Trendteil und befindet sich in jeder Kollektion. Die Designer spielen bei dem neuen It-Piece mit Längen und Materialien und bieten sowohl lässige Karolooks für den Alltag als auch Kaschmir für besondere Anlässe.

Auch der Parka hält wieder Einzug in unsere Kleiderschränke, verzichtet jedoch im Gegensatz zu den anderen Mantelmodellen auf Innovationen. Klappentaschen, Kapuze mit Fellrand und Bandzug an Taille und Saum bestimmten schon in den 1970er-Jahren das Erscheinungsbild des Anoraks. 

Klare Schnitte, klare Farbwahl

Die Klarheit der Schnitte setzt sich bei der Farbwahl fort. Die Zeiten, in denen in der kalten Jahreszeit nur triste Farben wie Schwarz, Braun oder Navy getragen wurden, sind vorbei. Die neuen Farben strotzen mit Offwhite, Kobaltblau und auffälligen Drucken dem tristen Wetter und sorgen für gute Stimmung. Insbesondere Rot gilt als die Trendfarbe in diesem Herbst und lässt sich dank ihres Facettenreichtums vielfältig kombinieren.

Das im Sommer gefeierte Colour-Blocking setzt sich ebenfalls fort, spielt allerdings nur noch eine untergeordnete Rolle. Die Designer und Labels setzen auf sensiblere Farben und verabschieden sich von auffälligen Farbverläufen und Blockstreifen. Op-Art-Drucke, Pepita und Hahnentritt erinnern an die 1960er-Jahre.

Der hohe Anspruch an Design und Farbwahl wird durch hochwertige Materialien unterstrichen. Merinowolle, Kaschmir und Mohair halten nicht nur warm, sondern ziehen dank aufwendiger Veredlungsprozesse die Aufmerksamkeit auf sich. Auch Leder ist aus den aktuellen Kollektionen nicht wegzudenken. Besonders spannend wird der Look, wenn geschmeidige Stoffe auf die kalt wirkende Tierhaut treffen.

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