Für den Bau der 350 langen und 150 Meter breiten Halle und dazugehöriger Anlagen müssen nach Angaben des hessischen Wirtschaftsministerium rund 20 Hektar Wald gerodet werden, 13 Hektar davon außerhalb des bisherigen Flughafen-Geländes. Das Projekt, dessen Genehmigung Fraport im Januar 2003 beantragt hatte, soll etwa 150 Millionen Euro kosten und bis 2007 verwirklicht sein. Gegen den Bau der Halle waren rund 41.000 Einwendungen vorgebracht worden. In der vergangenen Woche war die Stadt Mörfelden-Walldorf mit einer Klage gegen die A380-Werft gescheitert. Sie hatte sich auf alte Zusagen der Flughafenbetreiber und des Landesregierung berufen, die einen Ausbau des Flughafens im Süden ausschlossen. Der Verwaltungsgerichtshof wertete diese Zusagen jedoch nicht als rechtgültige Verträge und wies die Klage ab. Die Pläne zum Bau der Flugzeugwerft sind umstritten, weil dafür geschützter Bannwald abgeholzt werden soll. Die Halle ist nicht für den Flughafenbetreiber Fraport wichtig, sondern auch für dessen wichtigsten Kunden Lufthansa, die das neue Großraumflugzeug A380 des zu EADS gehörenden Herstellers Airbus bereits bestellt hat. Neben der Halle will Fraport in den kommenden Jahren nordwestlich des bisherigen Flughafengeländes auch eine neue Landebahn bauen, um Kapazitätsengpässe zu beseitigen. Die Genehmigungsverfahren für die Landebahn sind jedoch in Verzug, seit die EU-Kommission gegen die Pläne protestiert hat. Die Störfallkommission des Bundes befürchtet Risiken, weil der Anflug direkt über das benachbarte Ticona-Chemiewerk des Celanese-Konzerns führen würde.
Die zwei zurückliegenden Wochen haben gezeigt: Billigstrategien im Fernverkehr gehen auf. Auf der Straße feiert...






















