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Mitarbeiterbeteiligung: Ein Stück vom Unternehmen für die Angestellten

von Henrik Jeimke-Karge

Unternehmen nutzen sie zur Kostenreduzierung, für Arbeitnehmer ist sie ein Investment in die Zukunft – und auch die Gewerkschaften zählen sich zu den Gewinnern. In der Krise hat die Mitarbeiterbeteiligung Konjunktur.

Opel-Arbeiter in Rüsselsheim Quelle: AP
Opel-Arbeiter in Rüsselsheim Quelle: AP

Eine Mitarbeiterbeteiligung von bis zu fünf Prozent wollen die Gewerkschaften bei Volkswagen aushandeln. Auf diese Weise will der Betriebsrat die Belegschaft langfristig am Erfolg des Autokonzerns beteiligen.

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Einen Zusammenhang mit den heute bei VW beginnenden Tarifverhandlungen für 94.000 Mitarbeiter gebe es zwar nicht, doch nutzen die Gewerkschaften die Krise, um den Erwerb von Firmenanteilen für die Arbeitnehmer zu erzwingen und um ihren Einfluss auszubauen. Protagonist der Offensive ist allen voran IG-Metall-Chef Berthold Huber.

Vorteile für Unternehmen

Aufgeschreckt vom kapitalistischen Engagement der Gewerkschafter lehnt die Arbeitgeberseite die Mitarbeiterbeteiligung als "generelles Modell" ab. Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser fürchtet, dass sich die Mitbestimmung zu Gunsten von IG Metall & Co. verschieben würde, sofern Arbeitnehmeranteile in Gewerkschaftsfonds gebündelt würden.

Doch das Modell hat für einige Konzerne dennoch Vorteile.

Für sie ist die Mitarbeiterbeteiligung ein Weg, um Kosten zu senken und den sozialen Frieden im Unternehmen zu sichern. So verzichten die Opelaner für ein zehnprozentiges Paket auf Lohn, Daimler muss auf diesem Weg eine 1900-Euro-Erfolgsprämie aus dem vorigen Jahr nicht auszahlen.

Und auch einen steuerlichen Vorteil gibt es. Unternehmen können seit April dieses Jahres statt 135 Euro bis zu 360 Euro pro Jahr geltend machen. Ein Chef, der einem seiner Angestellten Unternehmensanteile von bis zu 360 Euro übereignet, kann dies als Betriebsausgabe verbuchen.

Zuletzt hielt die Beteiligung der Belegschaft vor allem in der von der Krise gebeutelten Autoindustrie Einzug.

Aber auch in anderen Branchen ist sie längst verankert. wiwo.de nennt eine Auswahl.

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