Mittelstand: Wie Unternehmen Kündigungen verhindern

Mittelstand: Wie Unternehmen Kündigungen verhindern

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Kampf um die Jobs (zur Vollansicht bitte auf die Grafik klicken)

Eine aktuelle Umfrage zeigt, wie mittelständische Unternehmen betriebsbedingte Kündigungen verhindern wollen. Und sie macht deutlich, dass nicht nur die Konjunkturkrise neue Jobs im Mittelstand verhindert.

Bleibt die Katastrophe am Arbeitsmarkt aus? Im Juni ist die Arbeitslosenzahl in Deutschland – saisonbedingt – um 48.000 auf 3,41 Millionen gefallen. Die Quote sank um 0,1 Punkte auf 8,1 Prozent. Rechnet man Saisoneinflüsse heraus, ergab sich zwar ein Anstieg der Arbeitslosenzahl von 31.000 gegenüber dem Vormonat. Angesichts der desaströsen Wirtschaftslage darf dies aber als eher moderate Verschlechterung bezeichnet werden.

Dass dies so bleibt, wenn die Konjunktur nicht schnell wieder in Fahrt kommt, ist gleichwohl unwahrscheinlich. Spätestens im Herbst erwarten viele Ökonomen eine Entlassungswelle.

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Die Commerzbank etwa rechnet mit rund vier Millionen Arbeitslosen bis Jahresende.

"Wir müssen hier flexibler werden"

Noch aber stemmen sich gerade im Mittelstand viele Unternehmen gegen die Krise. Etwa jeder dritte Betrieb versucht mit Kurzarbeit oder dem Herunterfahren von (im Boom aufgebauten) Arbeitszeitkonten der Mitarbeiter über die Runden zu kommen. 20 Prozent der Betriebe haben die Konten sogar ins Minus driften lassen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage des Verbands der Familienunternehmer (ASU) und des Verbands Junger Unternehmer (BJU) exklusiv für die WirtschaftsWoche. Die Unternehmen versuchten „alles, um ihre Stammbelegschaft zu halten, die wir für den nächsten Aufschwung dringend brauchen“, sagt ASU-Präsident Patrick Adenauer.

Interessant auch: Fast 40 Prozent der 460 befragten Firmenchefs gaben zu Protokoll, trotz der Rezession keine gravierenden wirtschaftlichen Probleme zu haben. Und auch dies zeigt die Umfrage: Nicht nur die malade Konjunktur und mangelnde Aufträge hindern die Unternehmen daran, neue Leute einzustellen. Adenauer: „Schon an zweiter Stelle steht der starre Kündigungsschutz, den uns die Politik vorschreibt. Wir müssen hier flexibler werden, damit keine unnötigen Hürden für Neueinstellungen bestehen bleiben.“

Immerhin zwölf Prozent der Firmenchefs machten Finanzierungsprobleme bei geplanten Investitionen dafür verantwortlich, dass im Betrieb keine neuen Jobs entstehen können. Gut jeder Dritte rügt die mangelnde Qualifikation der Bewerber auf offene Stellen.

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