100 Prozent Grupp: Mindestlohn eine Frage der unternehmerischen Ehre

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kolumne100 Prozent Grupp: Mindestlohn eine Frage der unternehmerischen Ehre

Kolumne von Wolfgang Grupp

Allein die Diskussion über einen Mindestlohn ist im Prinzip eine Schande für uns Unternehmer. Es müsste für einen Unternehmer selbstverständlich sein, seine Mitarbeiter so zu bezahlen, dass sie davon leben können.

Ein wichtiger Punkt in einer möglichen Koalition zwischen CDU/CSU und SPD ist die Frage, ob es einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro geben soll. Einen solchen fordert die SPD, während die CDU/CSU nach Branchen differenzieren wollen, was durchaus zu Mindestlöhnen von fünf oder sechs Euro führen kann.

Wer also angeblich einen Mindestlohn nicht bezahlen kann, produziert in unserem Hochlohnland das falsche Produkt und hat somit als Unternehmer versagt. Oder er will seine Mitarbeiter ausbeuten, um sich Vorteile zu verschaffen.

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Nach der Sondierung 8,50 Euro Mindestlohn wird Jobs kosten

Die SPD bleibt hart beim gesetzlichen Mindestlohn. Das wäre keine Bestätigung, sondern eine Infragestellung sozialdemokratischer Politik.

Taxifahrer protestieren für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes Quelle: dpa

Jetzt entzündet sich ja offenbar ein Streit über die Höhe des Mindestlohns. Wir bei Trigema in Burladingen auf der Schwäbischen Alb stellen heute niemanden unter 9,50 Euro pro Stunde ein. Wenn also ein Unternehmer in Deutschland nicht mindestens 8,50 Euro bezahlen kann, dann stellt er das falsche Produkt her. In Deutschland dürfen keine Billig- oder Einfachprodukte hergestellt werden, das ist Aufgabe der Inder, Chinesen oder anderer Mitarbeiter in Billiglohnländer.

Wenn ein Friseur hier zu Lande sagt, ihm laufen bei 8,50 Euro pro Stunde für seinen Angestellten die Kunden weg, dann ist er selbst schuld. Dann hat er die Kundschaft über lange Zeit daran gewöhnt, sich die Haare schneiden lassen zu können, indem die Steuerzahler den Lohn seiner schlecht bezahlten Angestellten aufstockt. Wer sich darauf eingelassen hat und nun bei seinen Kunden keine höheren Preise durchsetzen kann, der muss dann auch für seine Fehler die Folgen tragen und hat als Unternehmer in einem Hochlohnland keine Daseinsberechtigung.

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