100 Prozent Grupp: Unternehmer haben den Wahlausgang mit in der Hand

100 Prozent Grupp: Unternehmer haben den Wahlausgang mit in der Hand

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SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück (oben) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Am 22. September hat Deutschland die Wahl. Trigema-Chef Grupp ist überzeugt: "Wenn Unternehmer für Vertrauen sorgen, denn werden ihre Mitarbeiter zu ihnen stehen und ihnen auch politisch Gefolgschaft leisten."

von Wolfgang Grupp

Die Forderungen nach höheren Steuern und Austritt aus dem Euro sind auch Ausdruck schwindender Verantwortung in Wirtschaft und Politik. Das gilt es zu ändern. Familienunternehmer haben keinen Grund zu lamentieren.

 

In gut einem Vierteljahr sind Bundestagswahlen. Familienunternehmen beschäftigen 60 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland. Wenn diese Familienunternehmen zu ihren Mitarbeitern stehen so wie ich zu meinen Kindern, dann hören die Mitarbeiter auf sie. Sie werden die Empfehlungen des Unternehmers bei ihrem Wahlverhalten in Betracht ziehen. Das kann ich sehr deutlich bei meinen 1200 Mitarbeitern beobachten. Das Wahlverhalten an den Trigema-Standorten spiegelt das wider. So lange meine Mitarbeiter Vertrauen in mich als Unternehmer haben, so lange sagen sie: Gut, wenn der das meint und sich auskennt und für meinen Arbeitsplatz sorgt, dann vertraue ich seinem Rat.

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Deshalb bin ich überzeugt: Wenn Unternehmer für Vertrauen sorgen, denn werden ihre Mitarbeiter zu ihnen stehen und ihnen auch politisch Gefolgschaft leisten.   

Nur: Wie schaffen die Unternehmer Vertrauen? Wie erreichen sie es, dass die Deutschen mehr Vertrauen in sie, ja in die soziale Marktwirtschaft generell haben? Immerhin ist das Vertrauen in unser Wirtschaftssystem, obwohl es uns im europäischen Vergleich sehr gut, in den zurückliegenden Jahren gesunken.

Eine Umkehr und mehr Vertrauen in die soziale Marktwirtschaft kann es nur geben, wenn wir für mehr Verantwortung in der Wirtschaft sorgen.  Es kann nicht sein, dass wer wirtschaftlich versagt, genauso gut dasteht, wie jemand, der Erfolg hat. Es kann nicht sein, dass der eine Unternehmer von Billiglöhnen profitiert, weil er sich den Lohn vom Staat über Steuern aufstocken lässt, während der andere Unternehmer faire Löhne zahlt. Das hat mit sozialer Marktwirtschaft nichts mehr zu tun, denn zur sozialen Marktwirtschaft gehört auch wirtschaftliche Gerechtigkeit.

Gleiches gilt für Bezahlung von Managern. Auf der einen Seite bin ich dagegen, die Bezahlung gesetzlich zu begrenzen. Wenn jemand Leistung bringt, darf er in seinem Einkommen nicht beschränkt werden. Auf der andern Seite muss sein Gehalt aber an die Verantwortung gekoppelt werden. Das heißt, ein hoher Verdienst bei großer Leistung ist in Ordnung. Wenn sich diese Leistung aber später als Fehlleistung herausstellen sollte,  muss der Manager mit seinen Bezügen entsprechend haften.

So, wie ich als Inhaber meiner Firma hafte, wenn ich Fehlentscheidungen treffe und dadurch weniger Einnahmen habe oder Verluste mache. Das ist Marktwirtschaft. Aber Kassieren trotz Fehlleistung darf nicht sein. Wenn das so bleibt, ist es kein Wunder, dass die Unternehmen immer mehr Gegner bekommen, die sagen: Wir brauchen höhere Einkommensteuern oder eine Vermögensteuer, weil nämlich die wirtschaftliche Gerechtigkeit nicht mehr da ist.

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